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„So wie Martin es will,  zeigt sich dann der ganze April“ sagt eine Wetterregel am heutigen 13. April.  Heute feiert die Kirche den hl. Papst Martin I., den hl. Hermenegild, Paulus Diaconus und die selige Ida von Löwen.

Martin I. war vor seiner Papstwahl päpstlicher Gesandter am kaiserlichen Hof in Konstantinopel. 649 wurde er zum Papst gewählt und ohne die Bestätigung des kaiserlichen Hofs geweiht, woraufhin der Kaiser seine Absetzung veranlassen wollte. Martins Amtszeit fiel in eine Zeit hitziger, theologischer Streitigkeiten um das Problem des sogenannten Monotheletismus, einer Lehre, der zufolge Christus zwei Naturen - eine göttliche und eine menschliche-  aber nur einen Willen, und zwar jenen Gottes besitzt. Auf einer Synode im Jahr 649 verurteilte Papst Martin diese Lehre und der Kaiser wollte ihn verhaften lassen, allerdings führte der Leiter des Verhaftungskommandos den Befehl nicht aus und Martin konnte mehrere Jahre lang ungestört das Papstamt ausüben. 653 wurde Papst Martin in der Lateranbasilika ergriffen, nach Konstantinopel gebracht und zum Tod verurteilt. Auf Bitten des Patriarchen Paul II. von Konstantinopel wurde er aber begnadigt und in die Verbannung nach Chersones auf die Krim gebracht, wo er 655 starb.  Das Gedächtnis an den hl. Papst Martin I. wird vor allem in der griechischen Kirche begangen.

Hermenegild war der Sohn des arianischen Westgotenkönigs Leovigild. Unter dem Einfluss seiner Gattin Ingundis und Bischof Leander von Sevilla entsagte er dem Arianismus. Sein darüber empörter Vater ließ daraufhin die Stadt Sevilla einnehmen und Hermenegild gefangen nehmen. Ein Jahr musste er in einem Kerker in Valencia verbringen, ehe er am 13. April 585 in Tarragona enthauptet wurde. Dargestellt ist Hermenegild in fürstlicher Kleidung mit Palme und Beil.

Paulus Diáconus stammte wahrscheinlich aus einem Adelsgeschlecht der Langobarden. Er war Lehrer und Geschichtsschreiber und trat 774 ins Benediktinerkloster auf dem Montecassino ein. Karl der Große holte Paulus 782 an seinen Hof, dort wirkte er als Dichter, Theologe und Geschichtsschreiber. Sein Hauptwerk ist die "Geschichte der Langobarden", aus seiner Feder stammt auch die Geschichte der Bischöfe von Metz. 799 starb Paulus auf dem Montecassino.

Die selige Ida von Löwen war im 13. Jahrhundert Nonne bei den Zisterzienserinnen in Rosendaal. Sie war mystisch begabt und hegte eine große Leidenschaft für Jesus im allerheiligsten Sakrament, auch empfing sie Wundmale Christi.  Ida erreichte das für die damalige Zeit seltene Privileg, täglich den Leib Christi empfangen zu dürfen. Sie starb im Jahr 1295.