Heute gedenkt die Kirche der Heiligen Scholastika und Wilhelm, sowie des seligen Hugo von Fosses.
Scholastika wurde um 480 geboren. Sie war die Schwester des Benedikt von Nursia und wurde schon als Kind Gott geweiht. Zunächst lebte Scholastika im Kloster in Subiaco, dann bei Montecassino, von wo aus sie einmal im Jahr ihren Bruder besuchte. Bei der letzten Zusammenkunft verlangte Scholastika nach geistlicher Belehrung. Doch Benedikt wollte gemäß der Regel noch vor dem Abend in seinem Kloster sein. Da brach auf das Gebet Scholastikas hin ein heftiges Unwetter aus, das Benedikt zum längeren Bleiben zwang. Drei Tage später starb Scholastika und Benedikt sah ihre Seele als weiße Taube in den Himmel fliegen. Er bestattete sie in Montecassino in dem Grab, das er für sich vorgesehen hatte, und in das er 547 auch gelegt wurde. Das Doppelgrab wurde 1944 nach der Zerstörung Montecassinos wiedergefunden.
Wilhelm, auch "der Große" genannt, stammte aus einem Dorf nahe Poitiers in Frankreich. Nach einem ungezügelten Jugendleben ließ er sich in eine nicht abnehmbare Rüstung einschmieden und pilgerte mit darüber gelegtem Bußgewand 1145 nach Rom und ins Heilige Land. Nach seiner Rückkehr ließ er sich in der Einöde bei Malavalle nahe Siena nieder und versuchte vergebens, die Einsiedlergemeinschaften in der Toskana zu reformieren. Wilhelm starb am 10. Februar 1157. Nach seinem Tod entstand dort eine Eremitengemeinschaft, der Wilhelmiten-Orden, der sich der Krankenpflege widmete.
Der selige Hugo war Priester und lernte 1119 Norbert von Xanten kennen, mit dem zusammen er das Kloster aufbaute, aus dem 1120/21 der Prämonstratenserorden wuchs. Hugo wurde zum Organisator der Gemeinschaft und 1128 Norberts Nachfolger als Abt von Prémontré, nach Norberts Tod 1134 auch Generalabt des Ordens. Unter seiner Leitung wuchs der Orden schnell und breitete sich aus, unter Hugo gab es schon 120 Klöster. Hugo starb um 1160. Seine Reliquien ruhen seit 2013 im Generalat der Prämonstratenser in Rom.