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Die Heilige Gertrud von Nivelles war früher bekannt als „Mäuse-Gertraud“, weil sie gegen Nager-Plagen angerufen wird. In Dreikirchen und Margreid gibt es Darstellungen der Heiligen Getrud, auf denen zu sehen ist, wie Mäuse an ihrem Gewand hinaufklettern. Eine Bauernregel zum heutigen Tag sagt: "Ist's an St. Gertrud sonnig, dann wird's dem Gärtner wonnig". Weitere bekannte Heilige des heutigen Tages sind Patrick und Johannes Sarkander.

Gertrud war eine Tochter des einflussreichen fränkischen Hausmeiers Pippin des Älteren. Sie lehnte eine Heirat ab und trat in das von ihrer Mutter Ida gestiftete Kloster Nivelles ein, dessen Äbtissin sie später wurde. Die überaus intelligente Frau eignete sich eine für die damalige Zeit ungewöhnlich hohe Bildung an und war auch als Schriftstellerin und Lehrerin tätig. Besonders bemühte sie sich, der weiblichen Jugend Wissen und Fertigkeiten beizubringen. Einer Legende nach soll Gertrud durch ihr Gebet das Land von einer Mäuseplage befreit und die Ernte und damit viele Menschen vor dem Hungertod gerettet haben. Sie starb am 17. März 659. Ihr sind in unserem Land die Kirchen von Haslach in Bozen, Margreid, Mühlwald, St. Gertraud in Ulten, Sulden, und Dreikirchen geweiht.

Patricius, so hieß der heilige Patrick ursprünglich, erblickte um 385 als Sohn eines Ratsherrn und Diakons in Britannien das Licht der Welt. Als Kind wurde er von irischen Seeräubern nach Irland entführt. Nach 6 Jahren konnte er fliehen und in seine Heimat zurückkehren, aber in ihm wuchs der Drang, den wilden Iren das Christentum zu bringen. So kehrte er schließlich als Glaubensbote um das Jahr 432 nach Irland zurück und begann seine unermüdliche Missionstätigkeit, und so wurde Irland schon bald die "Insel der Heiligen" genannt. Patrick starb im Jahr 461. Sein Fest wird in Irland und in den USA mit groß angelegten Umzügen begangen. In Südtirol ist der hl. Patrick in der Neustifter Klosterkirche auf einem Gemälde dargestellt.

Johannes Sarkander war ein Priester in Mähren. Er wirkte als Prediger für die Gegenreformation in Mähren. Der evangelische Adel stand ihm kritisch gegenüber, besonders nach dem Beginn des 30-jährigen Krieges im Jahr 1618. Als Johannes Sarkander 1620 das polnische Militär mit einer eucharistischen Prozession begrüßte, wurde er wegen Staatsverrates angeklagt, drei Mal verhört und gefoltert. An den Folgen der Misshandlung starb er am 17. März 1620 in Ölmütz. Papst Johannes Paul II. sprach ihn 1995 heilig.