Heute gedenkt die Kirche der Heiligen Wando, Katharina Tekakwitha, des Eberhard von Wolfegg und des Märtyrers Max Joseph Metzger.
Wando von Fontenelle wirkte an der Seite Wolframs von Sens als Glaubensbote in Friesland. Als er in seine Abtei Fontenelle zurückkehrte, wurde er zum Abt gewählt. Er war besonders auf die geistige Bildung seiner Mönche bedacht und vermehrte die Bücherschätze seiner Abtei. Im Alter erblindete Wando und musste auf das Abtsamt verzichten. Er starb völlig hilflos am 17. April 756.
Katharina Tekakwitha war die Tochter eines Häuptlings der Mohawk Indianer. Als sie vier Jahre alt war, wurde ihr Stamm von einer Pocken-Epidemie heimgesucht. Dabei starben ihre Eltern, sie selbst überlebte, war aber halbblind und von Narben gezeichnet. Das Mädchen wurde von Verwandten großgezogen und als 20-jährige von einem Jesuitenpater getauft. Schon in jungen Jahren gelobte Katharina Jungfräulichkeit. Als ihr Onkel sie dennoch verheiraten wollte, floh sie in eine Missionsstation der Jesuiten bei Montreal. Dort führte sie ein Leben der Buße und des Gebets, praktizierte mit einer anderen Gläubigen gegenseitige Geißelung, betete oft stundenlang auf den Knien und legte das Gelübde der Jungfräulichkeit ab. Noch vor dem angestrebten Eintritt in einen Orden starb Katharina am 17. April 1680. An ihrem Grab ereigneten sich Wunder und Heilungen. Katharina Tekakwitha wird als die Lilie der Mohawks verehrt und wurde 2012 heiliggesprochen.
Eberhard Graf von Wolfegg, hatte als Archidiakon ein hohes kirchliches Amt inne. Doch er verzichtete auf alle Würden und wurde 1126 Prämonstratensermönch. 1175 setzte man den frommen Mann als ersten Propst des Klosters Obermarchtal ein. Eberhard leitete es bis zu seinem Tod am 17. April 1183.
Die Kirche verehrt heute auch Max Joseph Metzger, einen Märtyrer des Nationalsozialismus. Er wurde 1887 geboren und war im ersten Weltkrieg Divisionspriester. Die schrecklichen Kriegerlebnisse bewirkten in ihm eine radikale Wende zum Pazifismus. So gründete er nach dem Krieg die Bruderschaft Una Sancta und den Friedensbund Deutscher Katholiken sowie die Christkönigsgesellschaft vom Weißen Kreuz. Als ein von ihm verfasstes Friedensmemorandum die Hände der Gestapo fiel, wurde Max Joseph Metzger verhaftet, wegen Hochverrat und Feindbegünstigung angeklagt und zum Tod durch das Fallbeil verurteilt. Hingerichtet wurde er am 17. April 1944.