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Heute feiert die Kirche das Fest Maria Schnee. Es ist das Gedenkfest des Weihetags der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom im Jahr 432. Der Platz, wo die Basilika steht, soll durch ein Schneewunder bestimmt worden sein. Heilige des Tages sind Oswald und Emygdius. Auch gedenkt die Kirche heute der Ordensfrau Dominica von Paradiso und des Priesters Stanislaus Hosius.

Oswald wurde um 604 als Sohn von König Ethelfrith von Northumbrien geboren. Bei einem Aufstand der Briten wurde sein Vater getötet und Oswald musste flüchten. Im Jahr 634 eroberte er sein Land zurück und bemühte sich um die Christianisierung seiner Heimat, so gründete er das berühmte Benediktinerkloster Lindisfarne auf Holy Island, das bald zum Mittelpunkt der christlichen Missionstätigkeit in England wurde. Im Kampf gegen den heidnischen König von Mercia fiel Oswald in der Schlacht bei Matherfelth am 5. August 642.  Dem hl. Oswald sind verschiedene Kirchen und Kapellen in ganz Südtirol geweiht, so die Pfarrkirche von Mauls, eine Kirche in Pawigl, St. Oswald bei Kastelruth, Allitz oberhalb von Laas, Tschirland, und der gescheibte Turm in Bozen. Der hl. Oswald wird auch als Viehpatron verehrt, vor allem auf der Kirchsteigeralm auf Meran 2000.

Emygdius lebte in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts. Er stammte aus der Gegend um Trier und soll von Nazarius und Celsus zum christlichen Glauben bekehrt worden sein. Er kam dann nach Mailand, wurde zum Priester geweiht und von Papst Marcellinus zum ersten Bischof von Ascoli Piceno ernannt, wo die Kirche in einem desolaten Zustand war. Emygdius sorgte für Ordnung und bestärkte die Menschen wieder im ihrem Glauben. Er starb als Märtyrer in der diokletianischen Christenverfolgung. Emygdius ist Patron von Ascoli Piceno. Seine Gebeine ruhen in der dortigen Kathedrale.

Stanislaus Hosius stammte aus Krakau. Nach dem Studium in seiner Heimat, in Bologna und in Padua wurde er 1542 Priester und 1549 Bischof von Kulm. Ab 1561 war er Kardinal und päpstlicher Legat von Polen. Stanislaus setzte sich vor allem auch für die Erhaltung des katholischen Glaubens in Polen ein. Er nahm auch am Konzil von Trient teil.

Heute verehrt die Kirche auch die Ordensfrau Dominica von Paradiso. Sie wurde 1473 in Paradiso bei Florenz geboren und führte ein inniges Gebetsleben. Im Jahr 1496 empfing sie die Wundmale Christi.  Dominica starb am 5. August 1553 und wurde in der Kirche Santa Croce bestattet.