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Heute gedenkt die Kirche folgender Heiliger und Seliger:  Etheldreda, Agrippina, Josef Cafasso und Maria von Oignies.

Etheldreda war die Tochter des Königs von Ostangeln und musste schon in jungen Jahren Fürst Tondberth von Schottland heiraten. Nach seinem frühen Tod zog sie sich auf die Insel Ely zurück, wurde dann aber als 25-jährige mit dem 10 Jahre jüngeren northumbrischen König Egfrid vermählt. Als der nach 12 Jahren den Vollzug der Ehe einforderte, verließ sie ihn und trat ins Kloster Coldingham ein. Im Jahr 637 gründete Etheldreda das Kloster auf der Insel Ely in Erinnerung an ihre glücklichen Jahre an diesem Ort, dessen erste Äbtissin sie wurde. Etheldreda starb am 23. Juni 679 auf Ely in Essex.

Agrippina starb im Jahr 258 wegen ihres christlichen Glaubens in den Verfolgungen unter Kaiser Valerian. Sie wurde mit Stöcken geschlagen, ausgepeitscht, unter einem großen Felsblock fast erstickt und schließlich enthauptet. Ihre Gebeine kamen nach Minea auf Sizilien. An dem Grab in der Kirche wurden durch die Fürbitte Agrippinas viele Besessene befreit und Kranke geheilt.

Josef Cafasso war ein Gefährte von Johannes Bosco, dem er bei der Gründung des Salesianerordens zur Seite stand, und von Josef Cottolengo. Mit ihnen befruchtete er das Gemeindeleben in Turin und hatte als geistlicher Begleiter und ratgeber großen Einfluss auf die Laien. Auch politisch konnte er seinen Einfluss geltend machen. Josef Cafasso kümmerte sich besonders um Gefangene und trug den Beinamen "Galgenpriester". Er starb am 23. Juni 1860 in Turin und wurde 1947 heiliggesprochen und ist Patron der Gefängnisseelsorger, der Gefangenen und der zum Tode Verurteilten.

Die selige Maria von Oignies stammte aus einer wohlhabenden Brabanter Familie. Nach der Hochzeit bewog sie ihren Mann  zum Verkauf von Besitz zugunsten der Armen. Das Paar widmete sich einige Jahre lang der Pflege von Aussätzige. Nach dem Tod ihres Mannes zog sich Maria  1187 in eine Einsiedelei bei dem von ihren vier Söhnen gegründeten Priorat in Oignies zurück, scharte gleichgesinnte Frauen um sich und gründete eine Gemeinschaft von sogenannten Beginen, die zwar den christlichen Glauben wahrhaft leben, aber keine klösterlichen Regeln annehmen. Maria von Oignies starb am 23. Juni 1213. Sie wurde nie offiziell seliggesprochen, wird jedoch als solche verehrt.