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Heute stehen im Heiligenkalender die Namen Margareta, Agnes von Assisi, Othmar und Waltger.

Margareta war die Tochter von König Eduard Atheling, der vor den Dänen aus England geflüchtet war und eine ungarische Prinzessin geheiratet hatte. Margareta wurde um 1046 in Reska in Ungarn geboren. 1057 bis 1066 lebte sie in England am Hof ihres Großonkels Eduard des Bekenners. Nach der Schlacht von Hastings 1066 floh sie nach Schottland und vermählte sich dort mit König Malcolm III.. Hier war sie für die Reform der schottischen Kirche tätig, bemühte sich um Unterricht und Erziehung und zeigte sich als Wohltäterin der Armen. Margareta starb am 16. November 1093.

Agnes von Assisi war die jüngere Schwester der heiligen Klara von Assisi. Sie folgte ihrer Schwester zunächst ins Kloster San Damiano und wurde um 1220 zur Leiterin der Frauengemeinschaft Monticelli in Florenz ernannt. Von hier aus gründete sie mehrere Klöster, unter anderem in Manuta, Padua und Venedig. Anfang 1253 kehrte Agnes wieder nach San Damiano zurück und starb dort nur wenige Tage nach ihrer Schwester Klara.

Otmar wurde um 689 geboren und war zunächst Priester in Chur. 719 übernahm er die Leitung der Mönchsgemeinde am Grab des hl. Gallus und führte dort die Benediktinerregel ein. Als er die Rechte des Klosters gegenüber den fränkischen Gaugrafen verteidigte, wurde er zunächst gefangen genommen und dann auf die Rheininsel Stein verbannt, wo er am 16. November 759 starb. In einer im jahr 753 an Abt Otmar ausgestellten Urkunde wird übrigens erstmals in der Geschichte des Abendlandes das lateinische Wort „Cerevisia“ für Bier erwähnt.

Waltger war sächsischer Abstammung. Er gründete im 9. Jhd. bei Müdehorst ein Frauenstift und wurde dort nach seinem Tod bestattet. Später wurden seine Gebeine ins Stift Herford  überführt, wo man ihn als seither Mitbegründer verehrte. Stift Herford wurde Anfang des 19. Jahrhundert aufgelöst. An seiner Stelle stehen heute das Herforder Rathaus und die Markthalle.