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Englmar, Felix von Nola, Oderich von Pordenone und Seraphim sind einige der vielen Namen, die heute im Heiligenkalender stehen. … stellt Ihnen Leben und Wirken dieser Persönlichkeiten vor.

Englmar war Sohn eines Bauern. Er verzichtete auf den väterlichen Besitz und bildete sich in Passau bei einem armenischen Bischof. Später zog er donauaufwärts und erbaute sich eine Einsiedelei im heutigen St. Englmar im Bayrischen Wald. Englmar war ein Freund der Bauern und ein begehrter Tierheiler. Wohl aus Neid wurde er deshalb von einem Fremden um 1096 erschlagen. Englmar ist Patron für eine gute Ernte und gegen Viehseuchen.

Felix war der Sohn eines eingewanderten Syrers. Er wurde Priester und entzog sich zwei Mal durch Flucht seiner Verfolgung. Die Legende erzählt, dass ein Spinnennetz am Eingang einer Höhle den sich darin Versteckenden vor den Verfolgern schützte. Im Altertum wurde Felix besonders von Paulinus von Nola und Augustinus verehrt.

Oderich von Pordenone trat in Udine in den Franziskanerorden ein und lebte zunächst als Einsiedler in den Wäldern bei Udine. 1310 trat er eine Missionsreise an, kam nach Persien, Ägypten und ins Heilige Land, später missionierte er in Indien und kam im Laufe der Zeit bis nach Kambodscha und Vietnam, schließlich nach China an den Hof des mongolischen Großkhan im heutigen Peking. 1331 kehrte Oderich in seine Heimat zurück und diktierte einen Reisebericht, der zu den wichtigsten Zeugnissen über die damalige Missionsarbeit im Fernen Osten zählt. Oderich starb am 13. Jänner 1331 in Udine.

Seraphim stammte aus Kursk in Russland und trat mit 19 Jahren ins Kloster von Sarow ein. Von 1794 bis 1810 lebte er als Einsiedler einem Wald bei Tambov. Zu seinem Tagwerk gehörte das ständige Gebet und die wöchentliche Lektüre aller vier Evangelien. Von 1807 bis 1810 verharrte er in ständigem Schweigen. Seraphim starb 1833. Er zählt zu den bekanntesten Heiligen der orthodoxen Kirche. Die katholische Kirche sprach Seraphim 1903 heilig.