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Zahlreiche Bauernregeln gibt es für den heutigen Tag, an dem die Kirche u.a. die heilige Dorothea feiert. So heißt es z.B. : „Bringt Dorothee viel Schnee,  bringt der Sommer guten Klee“  Oder: „Streut Dorothea Schnee über Wald und Feld,  ist’s gut um unser täglich’ Brot bestellt;  doch fehlt dem Acker die weiße Pracht, sein Anblick den Bauer nicht glücklich macht“. Die Kirche gedenkt heute auch der Heiligen Amandus und Paul Miki.

Dorothea war eine jungfräuliche Blutzeugin aus Kappadokien. Als einer Legende nach der Statthalter Fabricius den Wunsch äußerte, das Mädchen zu heiraten und sie ihm offenbarte, dass sie Christin sei, lies er sie vor Gericht bringen. Dorothea wurde tagelang grausam gefoltert und schließlich hingerichtet. Ihre Reliquien werden in Rom und in Bologna verehrt. Sie ist Patronin der Blumengärtner und Blumenhändler, der Bräute und der Neuvermählten. Dargestellt ist Dorothea bei uns u.a. im Kreuzgang in Brixen, und auf einem Fresko in der Kirche des Priesterseminars.

Amandus stammte aus Aquitanien, einer Region im Südwesten Frankreichs. Nach einer Zeit des Lebens als Einsiedler wurde er in Rom zum Missionsbischof für das fränkisch-friesische Grenzland geweiht. Aus diesem Gebiet wurde er aber vertrieben und predigte danach vor allem in Tirol und Kärnten. Ab 647 soll Amandus Bischof von Maastricht gewesen sein. Im Lauf seiner Tätigkeit gründete er zahlreiche Kirchen und Klöster. Amandus starb am 6. Februar 679.

Dass sich der christliche Glaube in Japan ausbreitete, ist nicht zuletzt einer der großen Verdienste von Paul Miki, der nach dem hl. Franz Xaver die Missionierung im Land der aufgehenden Sonne fortsetzte. Paul Miki entstammte aus einer vornehmen japanischen Familie. Nach seiner Erziehung durch Jesuiten trat er in die Gesellschaft Jesu ein und wirkte als einer der bedeutendsten Jesuitenmissionare unter seinen Landleuten. Als aus Angst vor westlichen Einflüssen 1587 in Japan die Christenverfolgungen begannen, wurde Paul Miki zusammen mit 25 anderen Christen im Dezember 1596 verhaftet und zum Kreuzestod verurteilt. Am 5. Februar 1597 wurden die Gefangenen in Nagasaki hingerichtet. Paul und seine Gefährten wurden 1627 von Papst Urban VIII. selig- und 1862 von Papst Pius IX. heiliggesprochen.