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Die einzige Kirche in unserem Land, die dem hl. Augustinus geweiht ist, ist die Pfarrkirche von Gries in Bozen. Es gibt in unserer Diözese aber auch die Augustiner Chorherren in Neustift, die nach der Ordensregel des hl. Augustinus leben und mehrere Pfarreien Südtirols seelsorgerisch betreuen.  Weitere Heilige und Selige des Tages sind Elmar und Adelind.

Augustinus  wurde im Jahr 354 als Sohn des Heiden Patricius und der frommen Monika in Numidien geboren. Er wurde zwar christlich erzogen, allerdings entfremdete das Studium ihn immer weiter vom katholischen Glauben. Als Professor für Rethorik lehrte Augustinus zunächst in Thagaste und in Karthago und kam dann über Rom nach Mailand. Wegen einer Erkrankung musste Augustinus aber schon bald seine Tätigkeit als Rethorikprofessor aufgeben und er begann, nach der Wahrheit hinter den philosophischen Lehren der damaligen Zeit zu suchen. In dieser Zeit lernte Augustinus den Mailänder Bischof Ambrosius kennen. Durch seine Predigten und Schriftauslegungen lernte er das Christentum von einer neuen Sicht her kennen und lies sich schließlich von ihm taufen. Während einer Reise nach Hippo in Nordafrika wurde er vom Volk ins Priesteramt berufen und geweiht. Als Valerius, der Bischof  von Hippo  im Jahr 396 starb, wurde Augustinus sein Nachfolger. Er übte großen Einfluss weit über die Grenzen seiner Diözese hinaus aus. Seine zahlreichen Schriften und Predigten waren von größtem Einfluss auf die gesamte abendländische Theologie, Philosophie, Mystik, das Staatsrecht und die Kirchenpolitik.  Daher gilt Augustinus als einer der größten Theologen der Kirchengeschichte. Während der Belagerung Hippos durch die Vandalen fand Augustinus am 28. August 430 den Tod. Seine Reliquien ruhen in Pavia.

Elmar wirkte Ende des 7. und Anfang des 8. Jahrhunderts als Bischof und Glaubensverkünder in der Gegend von Lüttich, im heutigen Belgien. Sein Lebensweg ist allerdings unbekannt, die Reliquien des Heiligen Elmar wurden während der Französischen Revolution zerstört.

Die selige Adelind wurde um 855 geboren und war die Gattin des Grafen Atto aus dem Geschlecht der Welfen. Zusammen mit ihm belebte sie das heruntergekommene Benediktinerkloster Buchau in Württemberg. Nach dem Tod ihres Mannes war sie ab etwa 900 Äbtissin des Klosters. Sie starb um das Jahr 915.  Bei Bauarbeiten in der alten Kryta unter der Kirche von Buchau wurde in den 1930er Jahren Adelinds Grab wiedergefunden. Am heutigen Gedenktag wird die selige Adelindis bis heute mit der Adelindisbrotspende verehrt, zum Gedenken daran, dass sie selbst Brot an Arme verteilt hatte.