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Eine der beliebtesten römischen Märtyrergestalten ist die hl. Agnes. Weitere Heilige des heutigen Tages sind Meinrad, Epiphanius und Patroklus.

Agnes war eine jugendliche Märtyrin, deren Kult schon im 4. Jhd. in Rom bestand und sich schnell ausbreitete. Über das Leben der Heiligen ist sehr wenig bekannt, auch wie und wann sie starb ist unklar, vermutlich aber um das Jahr 300. Agnes wurde in Rom an der Via Nomentana beigesetzt. Über ihrem Grab entstand nach Beendung der Verfolgungszeit eine Kirche, Sant’Agnese fuori le Mura. Auf dem Altar dieser Kirche  werden jedes Jahr am Festtag der hl. Agnes zwei Schafe geweiht, aus deren Wolle das Pallium hergestellt wird, eine weiße, um die Schultern gelegte Stola mit fünf gestickten schwarzen oder purpurnen Kreuzen als Symbol der fünf Wundmale Christi. Es wird vom Papst an die Erzbischöfe als Insignie ihrer Rechtssprechung überreicht. In unserem Land sind der hl. Agnes die Kirche von Lappach und die Kapelle in Bad Ramwald bei St. Lorenzen geweiht.

Meinrad wurde gegen Ende des 8. Jhd. in der Nähe von Rottenburg geboren. Er lebte zunächst als Priestermönch auf der Reichenau, später zog er sich in eine Einsiedelei im sogenannten „Finsteren Walde“ zurück. Hier wurde er am 21. Jänner 861 von Räubern erschlagen.

Epiphanius war ab 466 in seiner Heimatstadt Pavia als Bischof tätig. Er wurde gerühmt als "Licht und Vater der Bischöfe". Epiphanius war Vermittler des Friedens mit den Barbaren. Er bewirkte unter anderem die Freilassung von 6.000 Gefangenen in Lyon und setzte sich als Helfer der Armen seines Bistums ein. Epiphanius starb 496 in Pavia. Seine Reliquien ruhen in einem kostbaren Schrein aus dem 12. Jahrhundert unter dem Hauptaltar des Domes von Hildesheim.

Patroklus erlitt wahrscheinlich in der Verfolgung des Valerian um 259 den Martertod in Troyes. Erzbischof Brun I. von Köln brachte die Reliquien Patroklus‘ 960 in seine Stadt und ein paar Jahre später nach Soest, wo sie in der Patrokli-Kirche ruhen.