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Der bekannteste Heilige des heutigen Tages ist bei uns sicherlich Romedius, der am Nonsberg lebte und dessen Einsiedelei heute ein weitum bekannter Wallfahrtsort ist. Weitere Heilige des Tages sind Arnold Janssen, Maurus, und Francisco de Capillas.

Romedius entstammte dem Geschlacht der Grafen von Thaur bei Innsbruck. Der Überlieferung nach verschenkte nach dem Tod seiner Eltern seinen Besitz den Bistümern Augsburg und Trient, um auf Wallfahrt nach Rom zu gehen. Danach zog er sich mit zwei Gefährten in die Wildnis bei Tavon am Nonsberg zurück, wo er fortan als Einsiedler lebte. Romedius starb im 5. Jhd. In der Krypta von San Romedio am Nonsberg ist der Schrein mit den Reliquien des Heiligen heute ein beliebtes Wallfahrtsziel. Bekannt ist der Wallfahrtsort auch durch den Bären, der in einem Gehege am Fuß von San Romedio gehalten wird. Der Bär steht mit Romedius insofern in Zusammenhang, dass eine Legende erzählt, ein Bär habe Romedius bei seiner Reise nach Trient das Pferd gerissen, und da habe der Heilige dem Bären befohlen, im fortan als Reittier zu dienen.

Arnold Janssen wurde 1837 geboren. Er studierte Philosophie, dann Mathematik und Naturwissenschaften, um Gymnasiallehrer zu werden. Nach dem Theologiestudium wurde er 1861 Priester und wirkte als Realschullehrer in Bocholt. 1875 errichtete er das Missionshaus St. Michael im niederländischen Steyl an der Maas. Es folgten weitere Häuser in Rom, in Mödling bei Wien, in Neisse in Polen, und in anderen Orten. Mit den nicht zuletzt in der eigenen Druckerei in Steyl erwirtschafteten Mitteln war es den Steyler-Missionaren möglich, Glaubensboten in die ganze Welt zu entsenden. Arnold Jansen starb am 15. Jänner 1909 in Steyl, Papst Johannes Paul II. sprach ihn 2002 heilig.

Maurus wurde im 6. Jhd. der Nachfolger von Benedikt von Nursia als Abt im Kloster von Subiaco. Er errettete der Überlieferung nach einen Klosterbruder aus dem Fluss und soll außergewöhnliche Kräfte zur Krankenheilung gehabt haben. Dann sei er nach Gallien geschickt worden, wo er das Kloster Glanfeuil gründete. Maurus soll um 580 in Gallien an der Pest gestorben sein.

Francisco de Capillas stammte aus Spanien. Er war Dominikaner und kam 1642 als Missionar nach China. Im November 1647 wurde er, zusammen mit weiteren Gefährten, gefangen genommen und nach zahlreichen Martern enthauptet. Francisco war damit der erste Märtyrer der China-Mission.