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Die bekannteste Heilige des heutigen Tages ist die Heilige Helena, der auch bei und mehrere Kirchen geweiht sind. In der heutigen Zeit bedeutend ist aber vor allem das Wirken des hl. Alberto Hurtado Cruchaga, der erst im Jahr 2005 heiliggesprochen wurde. Die Kirche feiert heute auch den hl. Agapitus und den seligen Rainald von Vicenza.

Helena wurde um 250  in Drepanon, dem heutigen Hersek in der Türkei geboren. Sie war Gastwirtin und wurde Geliebte des Cäsars Konstantius Chlorus, der sie allerdings vor seiner Heirat wegen ihres niederen Standes entließ. Als 306 ihr Sohn Konstantin zum Herrscher wurde, bekam sie den Ehrentitel „Noblissima femina“ und  erhielt einen eigenen Palast in Rom, später wurde sie sogar zur Augusta ernannt, zur Kaiserin. Im Jahr 312 konvertierte sie zum Christentum und lies im ganzen Reich Kirchen errichten, so die Kreuzeskirche in Jerusalem, die Apostelkirche in Konstantinopel und die hl. Kreuz Kirche in Rom. Helena erwies sich auch als große Wohltäterin gegenüber der notleidenden Bevölkerung. Noch im Alter von 70 Jahren  reiste sie als eine der ersten Frauen ins Heilige Land. Helene soll auch an der Auffindung des hl. Kreuzes in Jerusalem und bei der Überführung des hl. Rocks und der Gebeine des Apostels Matthäus nach Trier beteiligt gewesen sein. Helena starb vermutlich um 330 zu Nikomedien. In unserer Diözese ist Helena die Patronin der Pfarrkirchen von Mühlbach und Aldein, sowie kleinerer Kirchen in Deuschnofen, in Ulten und auf der Töll.

Agapitus wurde einer Legende nach um 275 wegen seiner glühenden Liebe zum Christentum unter Kaiser Aurelian hingerichtet. Löwen sollten ihn zerfleischen, aber sie liebkosten ihn. Daraufhin wurde er enthauptet. In Bologna und in Kremsmünster in Oberösterreich liegen mutmaßliche Reliquien von Agapitus.

Alberto Hurtado Cruchaga wurde 1901 in Viña del Mar in Chile geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters zog er mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Santiago de Chile. Nach dem Schulabschluss studierte er Rechtswissenschaft und schloss sich1923 dem Jesuitenorden an, 10 Jahre später wurde er zum Priester geweiht. Mit aller Kraft trat Alberto für die Anwendung der Soziallehre der Päpste ein und hatte großen Einfluss auf die katholische Aktion und die Gewerkschaften. Albert gründete zahlreiche Sozialwerke wie Obdachlosenunterkünfte,  Unterkünfte für Kinder, sowie für Schwache und Alte. Alberto Hurtado Cruchaga starb im Alter von nur 51 Jahren an Krebs und wurde im Oktober 2005 heiliggesprochen. Sein Projekt „El Hogar de Cristo“ ist heute die größte Wohltätigkeitsorganisation Chiles und betreut täglich über 32.000 Bedürftige.

Der selige Rainald war Bischof in Vicenza und wurde 1303 Erzbischof von Ravenna. In den Konflikten um den Templerorden versuchte er zu vermitteln und sich für den Orden einzusetzen, denn der Orden hatte bei den Kreuzzügen große Reichtümer gewonnen. Der französische König bekämpfte die Gemeinschaft aber erfolgreich, indem er den Papst 1312 zur Auflösung des Ordens bewegen konnte. Rainald starb am 18. August 1321 in Ravenna.