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Die Kirche feiert heute den hl. Paulinus von Trier, den Abt Wala und den hl. Raimundus Nonnatus.

Paulinus stammte vermutlich aus Aquitanien, heute Südwestfrankreich. Er wurde 346 Bischof von Trier und hielt eine enge Verbindung zu Rom und Alexandria. Bei der Verteidigung des katholischen Glaubens gegen die Arianer stand er fest entschlossen auf der Seite des hl. Athanasius. Bei der Synode von Arles im Jahr 353 weigerte er sich als einziger der anwesenden Bischöfe, der Forderung von Kaiser Konstantinus II. nachzukommen und Athanasius zu verurteilen. Deswegen wurde Paulinus vom Kaiser nach Phrygien in der heutigen Türkei verbannt, wo er nach großen Entbehrungen im Jahr 358 starb.  Sein Leichnam wurde gegen Ende des 4. Jahrhunderts nach Trier überführt und am einem 31. August in der Krypta der nach ihm benannten Kirche beigesetzt.

Wala war ein Vetter Karls des Großen und hatte großen Einfluss an dessen Hof.  Als nach dem Tod Karls Ludwig der Fromme regierte, trübte sich Walas Verhältnis zu ihm immer mehr ein. So entschloss er sich im Jahr 816 Mönch in Corbie zu werden. Zusammen mit seinem Bruder, Abt Adalhard, gründete er im Jahr 822 das Kloster Korvey und besiedelte es mit Mönchen aus Corbie. Das Frauenstift Herford wandelten sie zu einer Ausbildungsstätte des sächsischen Adels um. Eine Zeitlang war Wala auch politischer Berater des Mitkaisers Lothar.  Wala gilt auch als der geistige Urheber der Constitutio Romana, mit der Lothar versuchte, seine Herrschaft über Italien durch eine stärkere Kontrolle des Kirchenstaates zu erweitern. Im Jahr 826 wurde Wala zum Abt von Corbie und einige Jahre später Abt von Bobbio in Oberitalien.  Dort starb er am 31. August 836.

Die Existenz des hl. Raimundus ist umstritten, da zeitgenössische Quellen fehlen und seine Lebensgeschichte nur in lokalen Traditionen überliefert ist. Raimund Nonnatus wurde demnach im Jahr 1202 in Portello in Spanien geboren sein. Seinen Beinamen Nonnatus – der Ungeborene - soll er erhalten haben, weil er aus dem Schoß seiner verstorbenen Mutter herausgeschnitten worden sein soll. Er trat in die Ordensgemeinschaft der Mercedarier ein und bemühte sich besonders um den Loskauf christlicher Gefangener in Afrika. Einmal gab er sich selbst als Lösepreis hin und erduldete 8 Monate lang eine qualvolle Kerkerhaft, bevor er wieder freikam.  Raimund starb am 31. August 1240 in Cardona in Katalonien, als er sich gerade auf einer Reise nach Rom befand, um dort das Kardinalsamt anzutreten.