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Heute feiert die Kirche die Heiligen Petrus von Verona und Galla, sowie die Seligen Michele Rua und Notker der Stammler.

Petrus von Verona, auch genannt der Märtyrer, trat 1221 in den Dominikanerorden ein. Sowohl im Orden als auch als päpstlicher Gesandter bekleidete er hohe Ämter. Durch seinen Glaubenseifer konnte er viele Menschen überzeugen, zog sich aber als Inquisitor in Mittel- und Oberitalien durch seine Predigten und seine fanatische Strenge den Hass der Katharer zu. Am 6. April 1252 wurde er in Farga bei Mailand überfallen und ermordet. Noch im Sterben soll er mit seinem eigenen Blut „credo“, ich glaube, auf den Boden geschrieben haben. Petrus wurde schon  bald als Vorbild für ein apostolisches und evengeliumsgemäßes Lebens verehrt. Im Dominikanerorden gibt es das geweihte Petrus-Wasser, das Krankheiten vertreiben und das Fieber senken soll. Das Petrus-Martyr-Kreuz aus Palmenzweigen sollte gegen Unwetter und Ungeziefer auf den Feldern helfen. Petrus von Verona ist auch Namensgeber der 1396 erstmals erwähnten Petri-Mailand-Bruderschaft der Kölner Brauer, die heute in der Kölner Brauer-Corporation fortlebt und damit eine der ältesten noch existierenden Handwerkervereinigungen ist.

Galla war eine junge Witwe aus einer vornehmen römischer Familie. Als Witwe lebte sie in einer Zelle nahe der Peterskirche und genoss hohe Verehrung wegen ihrer außergewöhnlichen Nächstenliebe. Als Mann verkleidet und mit einem Bart soll sie sich vor Nachstellungen der Männer geschützt haben. Eine Legende berichtet, ein Engel habe ihr ein wunderkräftiges Bild der Maria in ihre Zelle gebracht. Diesem Bild wurden später Kräfte zur Abwehr der Pest zugeschrieben. Galla starb um 560. Eine ihr geweihte Kirche in Rom wurde 1928 unter dem Diktator Benito Mussolini abgerissen.

Michele Rua trat im Alter von zehn Jahren dem Oratorium von Don Bosco bei und wurde schon in jungen Jahren ein wichtiger Mitarbeiter. 1859 wurde er zum Priester geweiht. Als Don Bosco 1888 starb, wurde Michele sein Nachfolger in der Leitung des Ordens der Salesianer und sorgte insbesondere für dessen Verbreitung außerhalb Europas. Michele starb am 6. April 1910, 1972 wurde er seliggesprochen.

Notker der Stammler erhielt diesen Beinamen wegen eines angeborenen Sprachfehlers. Noch als Kind kam er ins Kloster St. Gallen, später wurde er Leiter der Klosterschule. Er war literarisch und musikalisch tätig und führte damit das Kloster zu großer Blüte. Notkers Hauptwerk war ein Hymnenbuch, das einen Höhepunkt mittelalterlicher Dichtung darstellt. Notker starb am 6. April 912 und ist Patron des Bistums in St. Gallen.