Kränzen aus Kunigunds-Kraut - heute besser bekannt als Thymian - wurden früher wundersame Wirkkräfte nachgesagt, vor allem für Schwangere. Der hl. Kunigunde wird auch die weitgehende Verschonung Bambergs vom Bombardement im Zweiten Weltkrieg zugeschrieben: sie habe Nebel aufziehen lassen und Bamberg so vor den alliierten Bombern versteckt, heißt es. Weitere Heilige und Selige des heutigen Tages sind Kathrenie Maria Drexel, Ignatia Verzeri und Innozenz Berzo.
Kunigunde war die Tochter des Grafen Siegfried von Luxemburg und wurde 999 die Frau von Kaiser Heinrich II. Sie nahm an den Regierungsgeschäften ihres Mannes regen Anteil und führte das Regiment, wenn Heinrich abwesend war. Kunigunde widmete sich auch den Armen und Kranken. Sie und ihr Mann legten die Grundsteine für die Gründung des Bistums Bamberg. Kunigunde gründete vor 1017 auch das Benediktinerinnenkloster in Kaufungen, in das sie nach Heinrichs Tod als einfache Nonne eintrat. Kunigunde starb am 3. März 1033. Ihr Grab befindet sich zusammen mit dem ihres Mannes im Bamberger Dom. Kunigunde ist die Patronin der schwangeren Frauen und der kranken Kinder. Eine Bauernregel zum heutigen Tag sagt: „Wenn´s zu Kunigunde friert, sie's noch 40 Nächt' verspür“.
Katherine Maria Drexel war die Tochter eines Bankiers in Philadelphia. 1889 trat sie den barmherzigen Schwestern von Pittsburgh bei. 1891 gründete sie die "Schwestern vom Heiligen Sakrament", um zur Evangelisierung amerikanischer Schwarzer und Indianer beizutragen. Bis zu ihrem Tod hatte Katherine Maria 12 Millionen Dollar aus ihrem Vermögen in die Arbeit eingebracht, 49 Elementarschulen, 12 Hochschulen und eine Universität ließ sie im Süden und Südwesten der USA errichten. Katherine Maria Drexel starb am 3. März 1955 in Cornwells Heights in Pennsylvania. Im Jahr 2000 wurde sie von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.
Ignatia Verzeri trat in jungen Jahren ins Benediktinerinnenkloster San Grata ein und nahm den Ordensnamen Teresia Eustochium an. Sie litt unter Epilepsie und unter schweren Depressionen. Im Alter von 29 Jahren gründete sie in Bergamo die "Töchter des heiligsten Herzens Jesu", die "Verzeri-Schwestern" zur Erziehung von Mädchen. Trotz vieler Schwierigkeiten konnte Theresia Eustochium die Arbeit ihres Ordens durchhalten. Sie starb am 1. März 1852 in Brescia und wurde 2001 durch Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.
Innozenz von Berzo wurde 1844 in Niardo bei Brescia als Sohn eines Bauern geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters wurde er von Kapuzinern erzogen, studierte Theologie in Brescia und wurde 1867 zum Priester geweiht. 1870 begann er seine Arbeit als Kaplan in Berzo Demo, danach trat er selbst dem Kapuzinerorden bei und erhielt den Ordensnamen Innozenz. Er wirkte aufopferungsvoll als Seelsorger und war in der Bevölkerung sehr beliebt. Innozenz starb am 3. März 1890 in Bergamo.