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Im deutschsprachigen Raum feiert die Kirche heute das Fest des hl. Apostels Matthias, außerdem den hl. Ethelbert, Irmengard, die selige Ida von Hohenfels und Franz Paul Moll.

Vom Apostel Matthias gibt es nur wenige sichere Nachrichten. Man weiß nur, was im 1. Kapitel der Apostelgeschichte berichtet wird, und zwar, dass Matthias nach der Himmelfahrt Christi durch das Los die Stelle von Judas einnahm. Nach unsicheren Berichten stammte Matthias aus einer wohlhabenden Familie in Bethlehem. Er lernte Jesus bereits in jungen Jahren kennen und gehörte zu den 70 Jüngern, die Jesus zur Verkündigung des Reiches Gottes aussandte. Matthias wirkte nach verschiedenen Legenden in Judäa für den Glauben. Er wurde aber wegen seiner Heilungen, Bekehrungen und gelehrten Predigten beim Hohen Rat verklagt, zum Tode verurteilt, gesteinigt und nach römischem Brauch mit dem Beil enthauptet. Anderen Überlieferungen zufolge soll er in Griechenland oder im Kaukasus oder in Äthiopien den Glauben verkündet haben und im Jahr 63 zuerst gesteinigt, dann mit dem Beil erschlagen worden sein. Die Gebeine des hl. Matthias wurden im Auftrag von Kaiserin Helena nach Trier gebracht, wo sie heute noch verehrt werden. Er ist Patron der Bauhandwerker, Zimmerleute, Tischler, Schmiede, Schweinehirten, Schneider, Metzger und Zuckerbäcker, sowie des Bistum Trier. Eine Bauernregel zum heutigen Tag besagt: Ist es zu St. Matthias kalt, hat der Winter noch lange Gewalt.

Ethelbert wurde um 560 König von Kent. Durch seine Heirat mit Berta, der einzigen Tochter des Frankenkönigs Charibert, lernte er das Christentum kennen. Den vom damaligen Papst nach England geschickten Missionaren gegenüber zeigte er sich sehr aufgeschlossen und unterstützte sie, 597 empfing er selbst die Taufe. Er war wohltätig gegen Arme und schrieb weise Staatsgesetze. Ethelbert starb im Jahr 616.

Die selige Ida stammte aus dem Geschlecht von Hohenfels und war die Frau des Grafen Eberhard von Sponheim. Nach dessen Tod wurde sie Nonne auf dem Rupertsberg bei Bingen. Ida starb an einem 24. Februar Ende des 12. Jahrhunderts.

Franz Moll wurde 1824 in der Nähe von Antwerpen in Belgien geboren. 1848wurde er  Benediktiner in Termonde und nahm den Ordensnamen Paul an. Bald schon wurde er schwer krank, aber eine Erscheinung der Maria mit Joseph und eine weitere von Benedikt versprachen ihm Genesung. Nachdem diese erfolgte, wurde Paul bekannt als Wundertäter. Paul sagte auch voraus, dass eines Tages der unverweste Leichnam von Joseph gefunden werde. Am 24. Februar 1896 starb  Paul Moll in Dendermonde. Das Seligsprechungsverfahren ist eingeleitet.