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Heute feiert die Kirche den hl. Blasius. Nach Lichtmess war auch dieser Tag ein wichtiger Tag im bäuerlichen Jahreskalender. An diesem Tag haben früher die Dienstboten den Arbeitsplatz gewechselt oder ihn für ein weiteres Jahr verlängert. Deshalb wird er auch „Schlenggl Tag“ genannt. Weitere Heilige und Selige des Tages sind Ansgar, Simeon und Helena-Maria Stollenwerk.

Blasius war um 300 Bischof von Sebaste in Armenien. Er wurde als unerschütterlicher Bekenner des christlichen Glaubens nach furchtbaren Qualen, wahrscheinlich um 316 unter Kaiser Licinius, enthauptet. Die Legende berichtet, Blasius habe im Kerker einen Knaben, der eine Fischgräte verschluckt hatte und dem der Erstickungstod drohte, durch sein Gebet geheilt. Seit dem späten Mittelalter wird er zu den vierzehn Nothelfern gerechnet. In den Kirchen wird heute der Basius Segen erteilt. Dabei hält der Priester oder der Diakon dem Gläubigen zwei gekreuzte brennende Kerzen in Höhe des Halses vor und spricht: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen“. Dem hl. Blasius sind in Südtirol die Pfarrkirchen von Truden, Taufers im Münstertal, Vill in Rodeneck, die Kirche von Schloß Braunsberg in Lana, und ein Kirchlein in Morter geweiht. Dargestellt  wird Blasius als Bischof mit Kerze, Wolf oder Wildschwein.

Ansgar wurde um 801 in Frankreich geboren. In Corbie wurde er Mönch, ab 826 unternahm er Missionsreisen nach Skandinavien und 831 wurde Ansgar erster Bischof von Hamburg und päpstlicher Legat für Dänemark, Schweden und das Slavengebiet. In Schleswig und Dänemark sowie in Schweden gründete Ansgar Missionsstationen. Nach der Zerstörung Hamburgs durch die Normannen im Jahr 845 verlegte Ansgar den Bischofssitz nach Bremen, dort starb er am 3. Februar 865. Ansgar ist Patron Skandinaviens und des Bistums Hamburg.

Simeon war ein frommer Israelit. Gemeinsam mit der Prophetin Hanna erkannte er im Kind Jesus bei dessen Darstellung im Tempel den verheißenen Messias. Er begrüßte das Kind mit dem Hymnus „Nun entläßt du, Herr, deinen Diener im Frieden“, der später im Abendgebet der Kirche Verwendung fand. Das apokryphe Nikodemusevangelium berichtet legendenhaft über das spätere Leben Simeons. Seine Reliquien ruhen in Zara in Dalmatien und werden dort noch heute verehrt.

 

Die selige Helena Maria Stollenwerk war die Gründerin der Steyler Missionsschwestern. Sie wurde 1852 geboren. Sie war Lebensbeschreibungen zufolge eine von apostolischem Geist erfüllte Seele, eine große Verehrerin der heiligen Eucharistie und des Heiligen Geistes sowie ein Vorbild im Streben nach Vollkommenheit. Maria Stollenwerk starb am 3. Februar 1900 und wurde 1995 von Johannes Paul II. selig gesprochen.