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Heute beginnt der Marienmonat Mai. In dieser Zeit wird seit der Barockzeit vor allem im deutschsprachigen Raum in besonderer Weise der Gottesmutter gedacht. Die Maiandachten, die bis heute eine beliebte Andachtsform sind, kamen gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Italien auf und verbreiteten sich ab dem frühen 19. Jahrhundert auch im deutschsprachigen Raum. In Bayern feiert man heute das Hochfest der Patrona Bavariae, der Schutzpatronin von Bayern. Bei uns steht heute das Fest „Josef der Arbeiter“ im Mittelpunkt.

Das Fest Josef der Arbeiter wurde 1955 von Papst Pius XII. proklamiert. Ein Feiertag war der Erste Mai aber schon vorher: ab 1890 war der erste Mai ein von den Gewerkschaften propagierter Feiertag der Arbeiter,  1919 erklärte die Weimarer Nationalversammlung den 1. Mai zum staatlichen Ruhetag, die Nationalsozialisten machten ihn 1933 zu einem gesetzlichen Feiertag.  Indem Papst Puis XII. den Staatsfeiertag unter das Patronat des hl. Josef stellte, wird vor allem an die Würde der menschlichen Arbeit erinnert. Josef von Nazareth hat durch seine Arbeit als Handwerker für die hl. Familie gesorgt, er hat Jesus in das Handwerk eingeschult und mit ihm gearbeitet.  Nach den Worten des 2. Vatikanichen Konzils hat Jesus mit einem menschlichen Herzen geliebt und mit menschlichen Händen gearbeitet. Deshalb sollte Arbeit nicht als Selbstentfremdung gesehen werden, sondern als Mitarbeit am göttlichen Schöpfungs- und Erlösungswerk.

Der selige Aldebrand war ab etwa  1199 Kanoniker in San Maria di Porto und wurde später Domprobst in Rimini. Weil zu besonders energisch gegen die Laster der damaligen Zeit predigte, wurde er aus der Stadt gejagt. 1239 wurde Aldebrand Bischof von Fossombrone in den Marken. Eine Legende berichtet, er soll ein gebratenes Rebhuhn zum Leben erweckt haben. Aldebrand starb im Alter von 85 Jahren am 1. Mai 1249.

Bertha war eine Adelige aus der Champagne und die Gemahlin von Gondebert dem Franzosen. Das Ehepaar trennte sich und Bertha gründete 660 das Kloster Avenay. Als sie im Gebet um Wasser für ihr Kloster bat, erschien ihr Petrus und zeigte ihr den Ort, wo eine Quelle war, woraufhin diese ihr folgend wie ein Bach in das Kloster strömte. Um 680 wurde Bertha in einem Streit um die Besitzungen des Klosters Bertha von ihren Stiefsöhnen aus der ersten Ehe ihres Mannes ermordet.  Das Kloster Avenay wurde in der französischen Revolution abgerissen.

Augustin Schoeffler und Johannes Bonnard waren französische Missionare, die ab 1847 im heutigen Vietnam wirkten. Während einer Christenverfolgung, und weil sie mehrere Kinder getauft hatten, wurde sie am 1. Mai 1851 enthauptet. Papst Leo XIII. sprach sie im Jahr 1900 selig.