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Das Vermächtnis der hl. Theresia von Àvila besteht vor allem in ihrer Sammlung spiritueller Schriften. Obwohl sie vor 500 Jahren lebte, werden ihre Schriften heute noch gern gelesen. Allein im 20. Jahrhundert wurden 600 Ausgaben ihres Werks in die wichtigen Sprachen der Welt übersetzt. Im Heiligenkalender des heutigen Tages stehen heute auch die Namen Aurelia, Thekla, Willa und Gregorius Maurus.

Theresia wurde am 28. März 1515 in Ávila, rund 100 km nordwestlich von Madrid geboren. Im Alter von 20 Jahren trat sie in das Karmelitinnenkloster der Menschwerdung in Avila ein. Nach einigen Irrwegen, Hindernissen und Krankheiten erfuhr sie mystische Erlebnisse und legte 1560 das Gelübde ab, immer das Vollkommenere zu tun. 1562 gründete sie unter großen Schwierigkeiten und durch Vermittlung von Petrus von Alcántara den Reformkonvent des hl. Joseph. Am 4. Oktober 1582 starb Theresia in Alba de Tormes. Dort befinden ihre Reliquien in der Basilica Santa Teresa. 1617 wurde Theresia von Àvila zur Patronin Spaniens erklärt, 1970 erhob sie Papst Paul VI. zur Kirchenlehrerin. In ihrem Buch „Die Seelenburg“ hat Theresia das mystische Leben, bis zur höchsten erreichbaren mystischen Gottvereinigung dargestellt. Theresia von Avila wird dargestellt als Karmelitin, wie ein Engel ihr Herz durchbohrt. Eine Darstellung der Heiligen  Theresa von Avila findet sich auf einem Deckenfresko der Bibliothek im Priesterseminar in Brixen.

Aurelia war einer Legende nach die Tochter des französischen Königs Hugo Capet. Sie lebte in der Zeit von Bischof Wolfgang über fünfzig Jahre lang als Reklusin beim Benediktinerkloster St. Emmeran in Regensburg und starb am 15. Oktober 1027.

Thekla stammte aus England, kam aber auf Bitten von Bonifatius nach Deutschland, um ihm bei der Glaubensverkündigung zu helfen. Sie lebte im Benediktinnerinnenkloster Tauberbischofsheim bei Lioba. Um 750 wurde Thekla die Nachfolgerin von Hadeloga als Äbtissin der Klöster in Kitzingen und Ochsenfurt. Sie widmete sich besonders der Bildung und Erziehung und der Fürsorge für Kranke. Thekla starb um 709.

Willa lebte im 11. oder 12. Jhd. als Reklusin auf dem Nonnberg bei Salzburg. Ihr Grab in der Abteikirche ist heute noch erhalten.

Gregorius Maurus war einer der Anführer der Thebäischen Legion; er wurde unter Maximian um das Jahr 304 mit seinen Gefährten in Köln hingerichtet. Erzbischof Anno von Köln fand seine Reliquien und ließ sie neben der Grabstätte des Gereon in St. Gereon in Köln bestatten. Gregorius ist daher Mitpatron der Kirche und wird auch mit Gereon als Stadtpatron genannt und abgebildet.