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Wie viele Städte hat auch Pisa ihren Schutzpatron: es ist der der Hl. Rainer, dem die Kirche am heutigen 17. Juni gedenkt. Weitere Heilige des Tages sind Ramwold und Fulko.

Rainer – auf Italienisch Ranieri - wurde im Jahr 1118 in Pisa als Sohn der reichen Kaufmannsfamilie Scácceri geboren. In seiner Jugend führte er zunächst ein weltliches Leben mit allen Freuden, als er 19 war, begegnete er aber dem Eremiten Alberto, der in die Stadt gekommen war und im Kloster San Vito lebte. Dessen Beispiel folgend entschloss sich Rainer, das Leben in Reichtum aufzugeben. Er pilgerte ins Heilige Land und zog sich dann als Einsiedler ins Kloster San Vito zurück um Buße zu tun. Schon zu Lebzeiten soll Rainer Wunder vollbracht haben. Er starb im Ruf der Heiligkeit am 17. Juni 1160.  Rainers Leib liegt heute noch unverwest im Dom in Pisa in einem gläsernen Schrein.

Ramwold war Mönch in St. Maximin in Trier. Im Alter von 70 Jahren wurde er nach Regensburg berufen, um eine Erneuerung des Klosters St. Emmeran durchzuführen. 975 wurde er dessen Abt und leitete die Blütezeit des Klosters ein. Ramwold starb am 17. Juni des Jahres 1000 und wurde in der von ihm erbauten Hochkrypta beigesetzt.

Fulko war Stiftsherr von St. Omer und wurde 877 dessen Abt, ohne aber Mönch zu werden. 883 wurde Fulko zum Erzbischof von Reims ernannt. Papst Stephan V. beauftragte ihn 892 auf einer Synode in Worms den Vorsitz zu führen, jedoch verstarb der Papst frühzeitig und die Synode kam nicht zustande. Im Jahr 898 wurde Fulko zum Erzkanzler bei König Karl III. ernannt. In reims lies er zum Schutz der Stadt gegen die Normannen die Stadtmauern wiederherstellen und schuf die Grundlagen der späteren bischöflichen Stadtherrschaft. Als Fulko einmal die Rechte der Kirche gegen weltliche Ansprüche verteidigte, wurde er am 17. Juni 900 getötet.