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Die bekanntesten Heiligen und Seligen des heutigen Tages sind Gunther,  Hathumoda, und Francisco Lacal und seine Gefährten.

Gunther von Melk war einer Überlieferung nach ein Sohn des Herzogs Tassilo III. von Bayern. Nachdem Gunther bei der Eberjagd ums Leben gekommen war, gründete Tassilo an der Stelle des Unglücks im Jahr 777 das Kloster Kremsmünster. Gunthers Grab befindet sich in der südlichen Turmkapelle der Stiftskirche. Das Stift Kremsmünster wurde rasch zu einem spirituellen und wirtschaftlichen Zentrum der Region. Die Bibliothek des Klosters ist die größte Österreichs. Bekannt ist Stift Kremsmünster auch durch seine Sternwarte, die als die älteste Mitteleuropas gilt.

Jacobus de Marchia stammte aus der Nähe von Ancona. 1416 trat er dem Franziskanerorden bei und wurde Schüler von Bernhardin von Siena. Er wirkte zunächst als Volksprediger und wurde 1437 Inquisitor und Ordenskommissar in Ungarn und Böhmen, wo er energisch gegen die Hussiten auftrat. Papst Calixtus III. erteilte ihm 1455 den Auftrag, die Einheit des Franziskanerordens, der sich in Observanten und Minoriten gespalten hatte, wieder herzustellen; die Bemühungen blieben aber erfolglos. Jacobus starb am 28. November 1476 in Neapel.

Hathumoda von Brunshausen war eine Benediktinernonne und wurde 852 Äbtissin eines von ihren Eltern gegründeten Klosters. Als im Kloster eine Seuche ausbracht, widmete sie sich ganz der Pflege der Kranken, bis auch sie sich ansteckte und am 28. November 874 starb. Hathumoda wird zwar als Heilige bezeichnet, eine Verehrung ist aber nicht nachweisbar.

Der Selige Francisco Esteban Lacal und seine Gefährten waren Brüder der Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria im Kloster Pozuelo nahe Madrid. Am 22. Juli 1936 – während des Spanischen Bürgerkriegs - überfielen Milizen das Kloster und setzten 38 Ordensleute unter Arrest. Schon zwei Tage später wurden die ersten von ihnen hingerichtet, ohne dass sie jemals angehört, verteidigt oder verurteilt wurden. Die anderen Ordensmänner wurden wieder freigelassen. Im Oktober 1936 wurden die Ordensleute erneut verhaftet und eingesperrt. Zwei von Ihnen wurden sofort hingerichtet, die anderen mussten im Gefängnis mehrere Wochen lang Hunger und Kälte leiden, ehe sie am 28. November alle erschossen wurden. Am 17. Dezember 2011 wurden Francisco Esteban Lacal und seine Gefährten in Madrid seliggesprochen.