Die bekanntesten Heiligen des heutigen Tages sind Paulin von Aquileia, Johannes Cochlaeus, Alexander von Fermo und Anastasius.
Paulin wurde 750 in Aquileia geboren und war ein berühmter Grammatiklehrer. 776 holte ihn Karl der Große nach Aachen. Dort entwickelte sich eine enge Freundschaft zu Alkuin, der als Lehrer die geistliche Führungsschicht des Frankenreiches erzog und zahlreiche liturgische Schriften und Heiligenbiografien verfasste. 787 wurde Paulin zum Patriarchen von Aquileia erhoben. Er nahm an mehreren Reichssynoden teil und kämpfte gegen die Irrlehren der damaligen Zeit. Auch bei der Christianisierung der Avaren und der Slawen erwarb sich Paulin große Verdienste. Auf ihn ist auch die heutige Form des Credos der Messe zurückzuführen. Das „Buch der Aufmunterungen“, das Paulin für Markgraf Erich von Friaul schrieb, ist die älteste bekannte mittelalterliche Anleitung zum christlichen Leben für Laien. Paulin starb am 11. Jänner 802 in Aquileia.
Johannes Cochlaeus wurde 1479 in Mittelfranken geboren und studierte in Köln. Nach weiteren Studien in Bologna und Ferrara wurde er um 1517 in Rom zum Priester geweiht. Nach Deutschland zurückgekehrt stand er Luther zunächst positiv gegenüber, wurde aber ab 1520 ein entschlossener Gegner. 1539 wurde Johannes Domherr zu Breslau. Er stellte sich uneigennützig in den Dienst der katholischen Sache und verfasst über 200 Schriften. Sein bekanntestes Werk ist die Luther-Biografie, die das katholische Lehrbild für Jahrhunderte beeinflußt hat. Johannes Cochlaeus starb am 11. Jänner 1552 in Breslau.
Alexander war wahrscheinlich um 250 Bischof von Fermo. Weder sein Leben noch sein Wirken sind aber historisch belegbar. Alexander soll von Glaubensfeinden ermordet worden sein als er zum Savinus-Kloster nahe der Stadt unterwegs war.
Anastasius war Mönch im Kloster auf dem Monte Soratte - unweit von Rom und Notar der Kirche in Rom. Mit neun weiteren Mönchen zog er sich später in das Kloster Sant’Elia bei Viterbo zurück, wo er auch zum Abt gewählt wurde. Anastasius und seien Gefährten starben im Jahr 560, nachdem sie eine Stimme vom Himmel gehört hatten, die sie von der Welt abforderte.