Die Kirche feiert heute den Gedenktag der Erscheinung Mariens in Lourdes. Am 11. Februar 1858 erschien die Muttergottes dem jungen Mädchen Bernadette in der Grotte Massabielle bei Lourdes zu ersten Mal. Es folgten 17 weitere Erscheinungen, alle in derselben Grotte. Dort entstand im Laufe der Zeit eine der größten christlichen Wallfahrtsorte, wo viel gebetet wird, Kranke auf wunderbare Weise geheilt wurden, und so manche Ungläubige sich bekehrt haben. Der heutige Gedenktag wurde unter dem hl. Papst Pius X. eingeführt. Er gilt auch als der Welttag der Kranken. Heilige des heutigen Tages sind Gregor II., Caedmon, und Eugen I. Auch verehrt die Kirche heute Theodor Bailon.
Gregor II. wurde um 669 in Rom geboren und 715 zum Papst erhoben. Er setzte sich besonders für die Glaubensverkündung bei den heidnischen Germanen ein. Einer seiner Glaubensboten war Bonifatius, den er 722 zum Bischof weihte. Gregor II. gilt als einer der bedeutendsten Päpste des 8. Jahrhunderts.
Caedmon war laut dem Geschichtsschreiber Beda als Laienbruder und Viehhirte im Doppelkloster Whitby im Norden Englands tätig. Durch einen Traum soll er erleuchtet worden sein und entwickelte eine außerordentliche Begabung zur Gestaltung poetischer Verse und für den Gesang. Caedmon wurde deswegen ins Kloster aufgenommen und in den biblischen Geschichten ausgebildet, damit er daraus Verse schmiede. Diese waren von höchster sprachlicher Qualität. Caedmon gilt deshalb als Vater der englischen Poesie. Er starb zwischen 670 und 680.
Eugen I. war in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts vermutlich der erste Bischof der spanischen Stadt Toledo und soll den Grundstein der ersten Kathedrale von Toledo gelegt haben. Bis heute gibt es jedoch keine historischen Zeugnisse seiner angeblichen Amtszeit.
Die Kirche verehrt heute auch Theodor Babilon. Er wurde 1899 in Köln geboren und trat 1919 in den Dienst des Kolpingwerkes ein. 1932 wurde er Geschäftsführer des Kölner Kolpinghauses. Im Sommer 1944 wurde Theodor Babilon verhaftet, weil er an einem Gesprächskreis teilnahm, der wöchentlich die tagespolitische Situation erläuterte. Eine Gelegenheit zur Flucht nutzte er nicht aus, um seine Familie nicht zu gefährden. Theodor Babilon starb am 11. Februar 1945 im KZ Buchenwald.