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Heute gedenkt die Kirche der hl. Martina von Rom, Adelgund und Bathilde.

Martina war die Tochter eines römischen Konsuls. Sie sollte der Überlieferung zufolge unter Kaiser Alexander Severus im Apollo-Tempel opfern, aber vor der Statue schlug die sich als Christin bekennende Martina ein Kreuz: Das Götterbild zerbarst und der Tempel stürzte ein. Martina wurde daraufhin grausam gefoltert und im Kolosseum den Tieren vorgeworfen. Der Legende zufolge legte sich aber der Löwe, der sie verschlingen sollte, ihr zu Füßen. Als man sie danach auf dem Scheiterhaufen verbrennen wollte, löschte ein heftiger Gewitterregen das Feuer. Ihren Tod fand Martina schließlich durch Enthauptung. Die Verehrung Martinas ist in Rom bereits seit dem 7. Jhd. bezeugt.

Adelgund war die Gründerin des Klosters Maubeuge an der Sambre, das sie als erste Äbtissin leitete. Sie sorgte sich vor allem um Arme und Kranke und stiftete dazu auch ein Hospital. Adelgund starb an einem 30. Jänner um 698. Sie ist Patronin gegen Augen-, Brust- und Kinderkrankheiten, Krebs, Kopfschmerzen, Geschwüre, Entzündungen, Fieber und plötzlichen Tod und für Kinder, die schwer gehen lernen.

Bathilde wurde als kleines Mädchen von den Wikingern aus ihrer englischen Heimat verschleppt und 641 als Sklavin an den Hof des Königs von Neustrien verkauft. König Chlodwig II., der sie bei einem Besuch kennengelernt hatte, wurde wegen ihrer Klugheit auf sie aufmerksam und heiratete sie 649. Nach dem Tod ihres Mannes 656 wurde Bathilde Regentin für den fünfjährigen Thronfolger. Sie schaffte den Sklavenhandel ab, stiftete Krankenhäuser und gründete Klöster. Um 675 wurde sie nach einer Intrige des Adels verbannt und zog sich in das von ihr gegründete Kloster Chelles zurück, wo sie am 30. Januar 680 oder 681 verstarb.