Das Kartäuser-Kloster Allerengelberg im Schnalstal wurde im Jahr 1326 von den Kartäusermönchen gegründete und es entwickelte sich rasch zu einer beeindruckenden Anlage, in welcher die Mönche über 4 Jahrhunderte lang ein zurückgezogenes Leben führten. Nachdem das Kloster 1782 aufgehoben wurde, kauften Bauern und Händler die Klostergebäude und es entstand die Ortschaft Karthaus. Eine der bekanntesten Gestalten, die mit der Geschichte des Kartäuserordebns verbunden ist, ist der hl. Hugo von Grenoble, den die Kirche heute feiert. Weitere Heilige des Tages sind Agape und ihre Schwestern Chionina und Irene, sowie der Heilige Cäsarius.
Hugo wurde 1080 Bischof von Grenoble. Er kämpfte entschieden gegen die sogenannte Simonie, dem Handel mit kirchlichen Ämtern, Reliquien, Sakramenten und Pfründen, die unter seinem Vorgänger extreme Ausmaße angenommen hatte. Zwei Jahre nach seinem Amtsantritt zog er sich angesichts der vielen Probleme in seiner Diözese zurück und trat als Novize in ein Benediktinerkloster ein. Als Papst Gregor VII. von der Vernachlässigung der Diözese erfuhr, musste Hugo nach Grenoble zurückkehren und sein Amt als Bischof wieder antreten. Im Jahr 1084 stellte Hugo dem hl. Bruno von Köln ein Stück Land zur Verfügung, wo dieser die "Großen Kartause von Grenoble" gründete, die Keimzelle des Kartäuserordens. Hugo gründete auch das Benediktinerkloster Chalais. Er starb am 1. April 1132 und wurde in der Kathedrale von Grenoble bestattet. Dargestellt wird der Heilige Hugo im Kartäuserhabit oder in Ponifikalgewändern, mit drei Blumen in der Hand und einem Engel, der ihn vor einem Blitz schützt, sowie mit sieben Sternen.
Agape und ihre Schwestern Chionina und Irene waren drei Schwestern aus Aquileia. Sie stammten aus einer nichtchristlichen Familie, bekannten sich aber schon bald zum Christentum. Während der Verfolgung unter den römischen Kaisern Diokletian und Maximian verlangte man von ihnen, dem Glauben abzuschwören. Aber sie weigerten sich, wurden verfolgt, gefangen, nach Thessalonikki verschleppt, zum Tod verurteilt und am 1. April 304 auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Cäsarius stammte aus Speyer und beteiligte sich 1217 an einem Kreuzzug ins Heilige Land. In Syrien wurde er von Elias von Cortona, einem engen Gefährten von Franziskus, in den Orden der Franziskaner-Minoriten aufgenommen. Im Jahr darauf kehrte Cäsarius mit Elias und Franziskus nach Italien zurück und wurde mit einer Gruppe von Franziskanern nach Deutschland geschickt. Hier gründeten sie Niederlassungen in Augsburg und anderen Orten. Cäsarius wurde der erste Provinzial des Ordens in Deutschland. 1223 legte er das Amt nieder und lebte dann bis zu seinem Tod 1239 in Italien.