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Fällt auf Eligius ein starker Wintertag, die Kälte vier Monate dauern mag…sagt eine Bauernregel zum heutigen 1. Dezember. Außer an den heiligen Elisius gedenkt die Kirche heute auch der Heiligen Natalie und Blanca, sowie  des Seligen Charles de Foucauld

Eligius war ein gelernter Goldschmied und Münzmeister unter den Merowingerkönigen Chlotar II. und Dagobert I.. Eine Überlieferung berichtet von seiner seine Wundertat, wonach er aus dem für einen Thronsessel bestimmten Gold die doppelte Menge machte und zwei Sessel fertigte, um den Erlös den Armen zu geben. Nach Dagoberts Tod um 639 verließ Eligius den Hof, wurde Priester und schon bald darauf Bischof von Tours, ab 641 Bischof in Noyon, von wo aus er sich besonders um die Missionsarbeit in Flandern verdient machte. Eligius starb am 1. Dezember 660. Seine Reliquien befinden sich zum größten Teil in der Kathedrale von Noyon.

Natalie war die Witwe des Märtyrers Hadrianus. Bis zu seiner Hinrichtung kümmerte sie sich um ihren Mann und um andere zum Tod Verurteilte, nach seinem Tod um 303 ließ sie sich beim Grab ihres Mannes in Byzanz - dem heutigen Istanbul – nieder.

Blanca war die Tochter von König Alfons IX. von Kastilien. Sie wurde als Zwölfjährige mit Ludwig VIII. von Frankreich vermählt und gebar als ältesten Sohn Ludwig IX.. Nach dem Tod ihres Mannes übernahm sie 1226 bis 1236 die Regentschaft für den minderjährigen Sohn. Als dieser später am Kreuzzug teilnahm, übernahm sie noch einmal die Regentschaft. Sie gründete Krankenhäuser, half den Armen und unterstützte Kirchen und Klöster in deren Fürsorge für Bedürftige. Blanca starb am 1. Dezember 1252.

Charles de Foucauld wurde 1858 als Sohn einer reichen, adeligen Familie in Straßburg geboren. Er war ein Lebemann und Frauenheld. Im Alter von 30 Jahren reiste er durch Marokko - ein damals für Christen verbotenes Land. Er war durch den Anblick betender Moslems so beeindruckt, dass er sich zum ernsten Christentum bekehrte. Charles schloss sich dem Trappistenorden an, arbeitete in Frankreich, dann in Syrien und bei Nazareth. 1901 wurde er zum Priester geweiht und begab sich zur Missionsarbeit in die Sahara nach Algerien, wo er auch französische Soldaten betreute und gegen die Sklaverei kämpfte. Später zog sich Charles als Einsiedler zu den Touareg ins Hoggar-Gebirge zurück um – wie er sagte – die Wahrheit zu finden. Als der erste Weltkrieg auch das Gebiet der Sahara erreichte, wurde Charles de Foucauld  am 1. Dezember 1916 von aufständischen Senussi erschossen. Ein Mitstreiter Charles‘  begründete 1936 auf der Grundlage seiner Ideen die Genossenschaft der "Kleinen Brüder Jesu", der 1939 die Gemeinschaft der "Kleinen Schwestern Jesu" folgte. Charles de Foucauld wurde am 13. November 2005 in Rom seliggesprochen.