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Der heutige Tag wird in den Ordensgemeinschaften der Zisterzienser und Trappisten als Hochfest gefeiert, denn  diese Gemeinschaften feiern heute einen ihrer Gründer: den heiligen Stephen Harding. Des weiteren gedenkt die katholische Kirche heute der heiligen Gundelind und des heiligen Guntram.

Guntram war der Sohn des Frankenkönigs Lothar I. und der hl. Radegunde. Bei der Reichsteilung nach Lothars Tod im Jahr 561 bekam er Burgund als Teilkönigreich. Der junge König erwies sich als geschickter Diplomat, dem es immer wieder gelang, Schwierigkeiten durch Verhandlungen aus dem Weg zu räumen. Er war freigebig den Armen gegenüber und genoss bei der Geistlichkeit große Ehrerbietung, denn er tat viel für die kirchliche Ordnung, wandte sich scharf gegen die Käuflichkeit kirchlicher Ämter und verbot die Sonntagsarbeit. Zur Wiederherstellung kirchlicher Ordnung berief Guntram auch mehrere Synoden ein. Der allgemein als sehr umgänglich geschilderte Guntram hatte aber auch eine dunkle Charakterseite: Er war jähzornig und konnte im Zorn gewalttätig werden. Trotzdem nennt ihn der hl. Gregor von Tours, der zur selben Zeit lebte, einen vorbildlichen christlichen König. Guntram starb am 28. März 592.

Gundelind  war eine Tochter des elsässischen Herzogs Adalbert. Sie leitete am Fuß des Odilienberges ein Spital, aus welchem sich später das Frauenstift Niedermünster entwickelte. Gundelind wurde dessen erste Äbtissin. Sie starb um 722. Ihre Reliquien wurden in einem silbernen Schrein auf dem Hochaltar der Klosterkirche verwahrt, später – als das Kloster und die Kirche zerstört wurden – wurden die Reliquien weithin verstreut.  

Stephen Harding gilt als der Begründer des Zisterzienser-Ordens. Er stammte aus Dorset in England. Als Jugendlicher trat er in das Kloster Sherborne ein und hielt sich später in Schottland und in Frankreich auf. Auf einer Rom-Wallfahrt lernte Stephen die toskanischen Reformklöster Vallombrosa und Camaldoli kennen und trat nach seiner Rückkehr ins Kloster Molesme ein. Dort schloss er sich der Gruppe an, die später das Kloster Cîteaux gründete, von wo aus sich der Zisterzienserorden in alle Welt verbreitete. Stephen Harding starb am 28. März 1134. Obwohl er nie offiziell heiliggesprochen wurde, wird er im Martyrologium Romanum als Heiliger angeführt. In Südtirol gibt es Niederlassungen des Zisterzienser-Ordens in Meran/Untermais, sowie in Mariengarten in St. Pauls/Eppan.

Die Kirche gedenkt heute auch der Augustiner-Schwester Alida Cini. Sie stammte aus La Valetta und war jüngste Tochter eines Pasta-Fabrikanten und gründete in ihrer Heimatstadt ein Hospiz für gefährdete, verwahrloste und straffällige Frauen und ein Heim für unverheiratete Mütter.  Sie starb am 28. März 1865. Der Seligsprechungsprozess wurde 1910 eingeleitet.