Im Namenstags- und Heiligenkalender des heutigen Tages stehen die Namen Godehard, Angelus, Irene von Thessaloniki, Maximus, und Nunzio Sulprizio
Godehard wurde im Benediktiner-Kloster Niederaltaich in Bayern erzogen. Aufgrund seiner Begabung wurde er dem Bischof von Salzburg empfohlen, wo er weiterstudierte. 990 schloss er sich dem Orden in Niederaltaich an, wurde bald schon Prior und 996 Abt. Niederaltaich wurde unter seiner Führung ein blühendes Kloster. In den folgenden Jahren reformierte er zahlreiche weitere Klöster, so auch das in Tegernsee, wo er ebenfalls als Abt fungierte. 1022 wurde Godehard II. Bischof in Hildesheim. Seine schlichte, asketische Lebensweise machten ihn sehr beliebt. Er ließ 30 Kirchen bauen und weihen und zahlreiche Schulen gründen. Godehard starb am 5. Mai 1038 in Hildesheim
Angelus war einer der ersten Karmelitermönche. Er wurde der Legende nach in Jerusalem geboren, lebte am Jordan und am Berg Karmel als Einsiedler und kam als Bußprediger seines Ordens Anfang des 13. Jahrhunderts nach Sizilien. Ein Einwohner von Licata, dem er sein böses und sittenloses Leben vorgehalten hatte, spaltete ihm mit dem Schwert den Schädel. Eine dem Heiligen geweihte Kirche in Licata wurde 2010 zum Wallfahrtsort erhoben
Irene von Thessaloniki soll einer Legende nach von ihrem heidnischen Vater zusammen mit Dienstmägden in einem Turm eingesperrt, dort von Engeln im Glauben unterwiesen und getauft worden sein. Der darüber erzürnte Vater ließ sie vom römischen Statthalter enthaupten. In Konstantinopel gab es fünf ihr geweihte Kirchen, Reliquien finden sich in Lecce in Italien. Irene ist die Patronin der Mädchen und Dienstmägde.
Nunzio Sulprizio stammte aus einem Ort in der Nähe von Chieti. Er wurde mit acht Jahren Vollwaise und dann von einem Onkel erzogen, der ihn quälte und hart arbeiten ließ. Auf Grund der Entbehrungen und Misshandlungen erkrankte der Junge an Knochenfraß. Trotz seiner Krankheit widmete er sich anderen Kranken und sprach ihnen Trost zu. Als sich sein Gesundheitszustand verschlechterte wurde ihm in einem Militärkrankenhaus in Neapel ein Bein amputiert, dennoch starb Nunzio an den Folgen der Operation am 5. Mai 1836. Unter der Bevölkerung verbreitete sich der Ruf der vorbildlichen Ergebenheit, mit der er die Krankheit akzeptierte. Papst Franziskus sprach Nunzio Sulprizio am 14. Oktober 2018 heilig.