Die meistverehrte kirchliche Persönlichkeit des heutigen Tages ist Rebekka, eine Gestalt aus dem Alten Testament. Heilige und Selige des Tages sind Agilus von Rebais, Bononius und Ildefons Schuster.
Rebekka stammt aus Harran in der heutigen Türkei. Sie war eine Großnichte Abrahams. Dieser lies sie aus ihrer alten Heimat holen, damit sein Sohn Isaak keine der heidnischen Kanaaniterinnen heiraten musste. Diese Szene, wie Abrahams Bote Rebekka an einem Brunnen findet, weil sie ihm zu trinken gab, wurde früher oft dargestellt. Aus Rebekkas Ehe mit Isaak entsprangen die Zwillinge Esau und Jakob. Rebekka starb um das Jahr 2000 vor Christus und wurde in der Höhle Machpela in Hebron bestattet.
Agilus von Rebais war der Sohn einer hochadeliger Merowingerfamilie. Er wurde Schüler von Kolumban in Luxeuil und ging – als Kolumban verbannt wurde – im Jahr 610 als Glaubensbote nach Bayern. Zusammen mit anderen Mönchen aus Luxeuil rief Bischof Aldowin Agiulus ins neue Kloster Rebais, wo er der erste Abt wurde. Agilus machte das Kloster zu einem Muster für das Mönchtum kolumbanischer Prägung. Er starb im Jahr 650.
Bononius wurde um 950 in Bologna geboren. Er wurde zunächst Mönch in seiner Heimatstadt und entschloss sich später zu einem asketischen Leben alsWandermönch und als Einsiedler in Ägypten und am Berg Sinai. Nach seiner Heimkehr wurde Bononius Abt in einem Kloster bei Lucedio im Piemont. Aus politischen Gründen musste er das Kloster verlassen und wirkte ab 997 als Abt im Kloster S. Michele Arcangelo in der Toskana, das in finanziellen Schwierigkeiten war und von Bononius wiedergegründet werden musste. Einige Jahre später konnte Bononius in sein Kloster bei Lucedio zurückkehren. Dort starb er am 30. August 1026. Noch im selben Jahr wurde er heiliggesprochen.
Alfred Alois Schuster war Sohn einer Familie, die aus Bayern oder aus Tirol stammte. 1898 trat er mit dem Ordensnamen Ildefons im Kloster an der Kirche San Paolo fuori le Mura in Rom in den Benediktinerorden ein und wurde 1904 zum Priester geweiht. 1918 wurde Ildefons Abt in seinem Kloster und etwa 10 Jahre später Erzbischof von Mailand und Kardinal. Ildefons wirkte als bedeutender Erforscher der Liturgie. Auch machte er sich um den Gemeindeaufbau in der Großstadt verdient, unterstützte die Katholische Aktion und ließ Kirchen erbauen. 1933 wurde Ildefons Vogt des Malteserordens. Er starb am 30. August 1954 in Venegono bei Mailand. 1996 wurde er seliggesprochen.