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Die wohl bekannteste Persönlichkeit im heutigen Namenstagskalender ist der deutsche Mönch und Mystiker Heinrich Seuse, den die Kirche als Seligen verehrt. Auch feiert die Kirche heute das Fest Maria Desponsata, Maria Verlöbnis. Heilige des heutigen Tages sind Emerentiana, Hartmut, und Barnard. Ebenfalls erwähnenswert ist Benedetta Bianchi, die die Kirche heute verehrt.

Heinrich Seuse wurde um 1295 in der Nähe von Konstanz geboren. Er wurde Dominikaner und galt als begnadeter Mystiker und Seelenführer. Seine zahlreichen Predigtreisen führten ihn durch Schwaben, durch die Schweiz und durch die Gebiete entlang des Rheins bis in Niederlande. Sein Büchlein der ewigen Weisheit wurde ein weitverbreitetes Andachts- und Betrachtungsbuch. 1348 ließ sich Heinrich Seuse in Ulm nieder und lebte dort bis zu seinem Tod am 25. Jänner 1366.

Emerentiana einer Überlieferung zufolge wahrscheinlich die Schwester der hl. Agnes von Rom. 304 starb sie in der Verfolgung Diokletians. Sie wurde gesteinigt, als sie am Grab ihrer Schwester im Gebet versunken war. Emerentiana ist die Patronin der Schwangeren, gegen Magenleiden und Koliken.

Barnard wurde um 775 in der Gegend um Lyon aus einer wohlhabenden Familie geboren. Er war verheiratet und Offizier unter Karl dem Großen. Nach dem Tod seiner Eltern teilte er seinen Besitz in je ein Drittel für die Kirche, für die Armen und für seine Kinder und trat in den Benediktiner-Orden ein. 805 wurde Barnard Abt seines Klosters und 810 Erzbischof von Vienne. In den Streitigkeiten um die Nachfolge des Königs Ludwig, dem Frommen, war Barnard als Ratgeber tätig, konnte sich aber nicht durchsetzen und zog sich zurück. Barnard starb 849.

Die Kirche verehrt heute auch Benedetta Bianchi Porro. Sie wurde 1937 in der Nähe von Forlí geboren. 1951 zog sie mit ihrer Familie nach Sirmione am Gardasee. Schon bald verspürte sie in ihren Beinen die ersten Anzeichen der Erbkrankheit Neurofibromatose. 1953 schrieb sich Benedetta als Medizinstudentin an der Universität Mailand ein, musste ihr Studium aber kurz vor dem Examen abbrechen, denn sie war inzwischen nahezu taub geworden. Nach einer weiteren Operation erblindete sie. Ihr einziger Kontakt war die eine Hand, mit der sie noch fühlen konnte. Benedetta ertrug ihre Leiden als Zeugin der Leiden Christi. Am Tag ihres Todes, am 23. Januar 1963 soll im Garten unter dem Fenster ihres Zimmers eine weiße Rose erblüht sein. Benedetta wurde zunächst in Sirmione bestattet, dann in ihren Heimatort Dovadola bei Forlí überführt, wo sie nun in der Andreas-Kirche in einem prächtigen Sarkophag liegt.