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Am 1. Oktober 2000 sprach Papst Johannes Paul II. insgesamt 120 Märtyrer in China aus der Zeit der Missionsepoche vom 17. Jahrhundert bis 1930 heilig. Diese wurden unter dem Gedenktag 9. Juli zusammengefasst. Weitere Heilige des heutigen Tages sind Veronika Giuliani, Johannes von Köln, Pontianus und Wigfrid.

Veronika Giuliani wurde 1660 geboren. 1676 trat sie in das Kapuzinerkloster in Città di Castello nördlich von Perugia ein und wurde 1694 Novizenmeisterin. Am Karfreitag des Jahres 1697 empfing sie an ihrem Körper die Wundmale des Gekreuzigten. Sie versuchte zwar, die Stigmata vor den Mitschwestern geheim zuhalten, das gelang ihr aber nicht, und so musste Veronika ihr Amt zurücklegen und wurde wie eine Betrügerin behandelt. Erst nach Jahren wurden die Stigmata offiziell anerkannt, und nun wurde die vorher so verachtete Schwester zur Äbtissin gewählt und von allen mit Ehrfurcht behandelt. Am 9.Juli 1727 starb Veronika. Ihre unverwesten Gebeine ruhen unter dem Hochaltar der Klosterkirche in Città di Castello in der Provinz Perugia.

Johannes war Dominikaner und wirkte als Seelsorger in Hoornaar in den Niederlanden. Bei einem Überfall durch die reformierten Geusen wurde er schwer misshandelt, gefoltert und ermordet. Dasselbe Schicksal erlitten noch weitere 18 Ordensleute und Priester. Sie mussten unter Schlägen, Beleidigungen und dem Geschrei der Menge durch die Straßen gehen, sich strengen Verhören unterziehen, wurden misshandelt und grausam gefoltert und schließlich erhängt. Johannes und seine Gefährten wurden 1867 heiliggesprochen.

Pontianus war in der Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Diokeltian Bischof von Todi. Er versteckte sich Überlieferungen zufolge in einer Zisterne und lehrte dort im Verborgenen das Volk. Schließlich wurde er entdeckt und durch den Prokonsul Ablavius vor Gericht gestellt. Ohne weitere Vernehmung ließ der Statthalter ihm einen Streifen Haut vom Kopf bis zu den Füßen aus dem Leib schneiden und dann in Ketten stecken. So wurde Pontianus wurde nach Rom gebracht. Im Gefängnis bekehrte er Cassianus, den Sohn des Statthalters und setzte ihn als seinen Nachfolger in Todi ein. Pontianus starb um 303.

Wigfried wurde nach dem Tod von Herman I. Erzbischof von Köln. Er förderte Kirchen und Klöster und wachte über das religiöse Leben der Frauengemeinschaften. Nach längerer Krankheit starb Wigfried am 9. Juli 953.