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Die bekannteste Gestalt, die die Kirche heute verehrt, ist Konrad I. von Salzburg. Er genoss hohes Ansehen und zählt auch wegen seines politischen Einflusses als einer der eindrucksvollsten Kirchenfürsten im Hochmittelalter. Heilige des heutigen Tages sind Waltraud und Casilda.

Waltraud wurde um 679 geboren. Als ihre Kinder erwachsen waren und die Eltern nicht mehr brauchten, trennten sich Waltraud und ihr Gatte in gegenseitigem Einverständnis, um im Kloster ein beschauliches Leben, ganz im Dienste Gottes, zu führen. Waltraud gründete das Kloster in Mons und wurde dessen erste Äbtissin. Sie starb an einem 9. April um 688. In Belgien und Nordostfrankreich gehört Waltraud zu den bekanntesten Heiligengestalten. Ihre Reliquien werden jährlich am Dreieinigkeitsfest in einer großen Prozession mit einer weißen Kutsche durch Mons gefahren.

Casilda war die Tochter des Emirs von Toledo und lebte im 11. Jahrhundert. Schon in jungen Jahren half sie heimlich christlichen Gefangenen. Nachdem sie eine schwere Krankheit überlebte ließ sich Casilda taufen und lebte fortan als Einsiedlerin. Eine Legende berichtet, wie sie von ihrem Vater ertappt wurde, als sie Gefangenen im Kerker Brot brachte. Das  Brot  in ihrer Schürze soll sich daraufhin in Rosen verwandelt haben. Casilda starb 1075. Die Kirche über ihrem Grab wird noch heute von Wallfahrern aufgesucht.

Die Kirche verehrt heute auch Konrad I. von Salzburg. Er wurde um 1075 aus dem Geschlecht der Grafen von Abensberg geboren. Zunächst wurde er Domherr in Hildesheim, später Erzbischof von Salzburg.  Konrad widmete sich vor allem der Reform der Welt- und Ordensgeistlichen und im Domstift und in anderen Stiftskirchen die Regel der Augustiner-Chorherren ein. Er ließ den Salzburger Dom erweitern, erbaute die erzbischöfliche Residenz und setzte wichtige Impulse in der Armenfürsorge und bei der Förderung von Handel und Verkehr. Konrad I. starb am 9. April 1147 im Lungau.