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Bierfreunde, und viele andere, die schon mal in München waren, kennen die Paulaner Bierbrauerei. Die Geschichte dieser Brauerei geht zurück ins Jahr 1634, als die Paulaner Mönche in München begannen, Bier für den Eigenbedarf zu brauen. Bis 1780 durfte das Bier der Paulaner nur an einem Tag im Jahr, und zwar am 2. April, ausgeschenkt werden, denn an diesem Tag feiern die Paulaner ihren Ordensgründer, den hl. Franz von Paola. Weitere Heilige des Tages sind Maria von Ägypten und Sandrina von Foligno. Außerdem erinnert die Kirche heute an den in Villanders geborenen Märtyrer Alberich Rabensteiner.

Franz von Paola wurde um 1436 geboren. Er war ein Asket, und der Gründer des äußerst strengen Ordens der "Mindersten Brüder", die Minimi, die noch weniger sein wollten als die "Minderen Brüder" des Franz von Assisi. Von Außenstehenden wurde die Mönche „Paulaner“ genannt. In Cosenza wurde das erste Kloster der Ordensgemeinschaft  errichtet. Weil man Franz von Paola für einen Wundertäter hielt, wurde er 1452 vom französischen König Ludwig IX. ans Krankenbett gerufen. Heilen konnte der Ordensmann den Monarchen nicht, aber er erleichterte sein Gewissen, so dass der König im Frieden dahinschied. Franz starb am 2. April 1507.  Der Paulanerorden, von dem es auch einen Ordenszweig für Frauen gibt, verbreitete sich außer in Italien auch in Frankreich, Spanien, Italien und Südböhmen. Darstellungen des hl. Franz von Paola gibt es in der Bibliothek des Priesterseminars in Brixen und in der Pfarrkirche in Oberolang.

Maria von Ägypten führte einer Legende nach als junges Mädchen in Alexandria ein zügelloses Leben als käufliche Dirne. Als sie einmal eine Wallfahrt nach  Jerusalem unternahm und die Grabeskirche besuchen wollte, wurde sie von einer unsichtbaren Kraft zurückgehalten und eine innere Stimme sagte zu ihr, sie sei nicht wert, das Kreuz dessen zu sehen, der für sie in namenlosen Schmerzen gestorben ist. Maria wurde von einer tiefen Reue ergriffen und beschloss, als Buße für ihr bisheriges Leben, als Einsiedlerin in der Wüste zu leben. 47 Jahre lang harrte sie in der Einsamkeit aus, bis zu ihrem Tod im Jahr 430. Ihr Grab in Palästina wurde zum Ziel vieler Wallfahrer.

Sandrina von Foligno wollte immer anderen helfen. Sie gab ihr gesamtes Ver-mögen für gute Zwecke aus und lebte zuletzt in einem Kloster in völliger Armut. Sie starb am  2.April 1458. 

Alberich Rabensteiner wurde 1875 in Villanders geboren. Er trat 1898 in den Zisterzienserorden ein, wurde 1903 zum Priester geweiht und war zuletzt Dekan von Weiner Neustadt und von Weigelsdorf. Am Ostermontag, dem 2. April 1945 fand man ihn tot vor dem Altar der Benediktskirche. Wahrscheinlich war er beim Einmarsch der Roten Armee von einem russischen Soldaten erschossen worden.