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Die Kirche feiert heute u.a. die Heiligen Konrad von Parzham, Anselm von Canterbury, Apollonius und Soterius.

Konrad von Parzham wurde 1818 als Bauernsohn geboren.  Er war schon von klein auf ein ausgesprochen frommer Mensch. Lieber als den großen Hof seines Vaters zu übernehmen wollte Konrad in ein Kloster eintreten, allerdings wurde er immer wieder abgelehnt, und so gab er seinen Wunsch Priester zu werden bald auf. Erst als Dreißigjähriger fand er im Kapuzinerkloster Altötting Aufnahme . Er nahm den Ordensnamen Konrad an und arbeitete über 41 Jahre lang geduldig und hilfsbereit an der Klosterpforte, bis zu seinem Tod am 21. April 1894.  seinen Dienst tat.  Seine letzte Ruhestätte fand Konrad in der Kirche des Klosters in Altötting. Sie wurde 1953 in Bruder-Konrad-Kirche umbenannt.  In Utweiler, einen Ortsteil von Gersheim im Saarland gibt es jedes Jahr den Bruder-Konrad-Ritt, bei dem die Pferde und Fahrzeuge des Umzugs gesegnet werden.

Anselm wurde 1133 aus einer lombardischen Adelsfamilie in Aosta geboren. Im Alter von etwa 27 Jahren zog er sich in das Kloster Bec in der Normandie zurück und wurde 1078 dessen Abt. Er bemühte sich erfolgreich, die Mönche zu einem höheren geistigen Leben zu führen. 1093 erhob man ihn zum Erzbischof von Canterbury in England. In diesem Amt erwies er sich als unentwegter Verteidiger der Freiheit der Kirche gegenüber dem englischen Königtum. Weil er die Laieninvestitur und den Lehenseis der Bischöfe ablehnte, musste er zweimal in die Verbannung gehen, bevor es zu einem Kompromiss kam. Als philosophisch-theologischer Schriftsteller hatte er großen Einfluss auf die Gotteslehre des Mittelalters. Er gilt daher als Vater der Scholastik. Anselm von Canterbury starb am 21. April 1109. 1720 wurde er in den Kreis der Kirchenlehrer aufgenommen. Eine Darstellung des Heiligen gibt es u.a. im Kloster Neustift.

Apollonius lebte im 2. Jahrhundert und war ein vornehmer und gebildeter, zum Christentum gekommener Römer. In der Christenverfolgung unter Kaiser Commodus wurde er von einem Sklaven denunziert. Vor dem Senat verteidigte Apollonius in einer glänzenden Rede seinen Glauben, dennoch wurde er verurteilt und dann enthauptet. Die Verteidigungsrede ist heute noch erhalten.

Soterius war von etwa 166 bis 175 der elfte Papst.  Das wenige von ihm überlieferte Material ist größtenteils nicht glaubwürdig. Man weiß, dass seine Sorge vor allem den im Exil lebenden Christen galt, und dass er verfügte, dass eine Ehe nur gültig sein kann, wenn sie von einem Priester gesegnet wird. Für sein Martyrium unter Kaiser Marc Aurel gibt es keinen Anhaltspunkt.