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Kirchenlehrer sind Theologen oder Heilige, die einen prägenden Einfluss auf die Theologie der christlichen Kirche hatten. Eine dieser großen Persönlichkeiten ist die hl. Theresia von Lisieux. Weitere Heilige des heutigen Tages sind Remigius, Emanuel, Bavo und Werner.

Theresia von Lisieux oder Theresia vom Kinde Jesus wurde am 2. Januar 1873 zu Alencon in der Normandie geboren. Sie trat 1888 in den Karmel von Lisieux ein, wo sie 1890 die Gelübde ablegte. Am 9. Juni 1895 brachte sie sich als „Ganzopfer der Liebe des gnädigen Gottes dar. Ihre Lehre betont, dass die Liebe zu Gott an der Liebe zum Nächsten gemessen wird, und dass eine unendliche barmherzige Liebe Gottes auch die Sünder erwartet. Theresia starb am 30. September 1897. Seit 1944 ist sie die zweite Patronin Frankreichs. Papst Johannes Paul II. ernannte Theresia , die selbst nie ein akademisches Studium absolviert hatte und außer ihrer Biographie keine Schriften hinterlassen hat, 1998 zur „Kirchenlehrerin“. Dargestellt ist sie meist mit Kreuz und Rosen im Arm, so auch in der Kapuzinerkirche in Bozen und in Gomagoi.

Remigius war gallo-romanischer Herkunft und wurde 458 Bischof von Reims. Nachdem er den Frankenkönig Chlodwig getauft hatte, begann Remigius mit der Glaubensverkündung unter den Franken. Er gründete mehrere Bistümer in Frankreich und wird auch als "Apostel der Franken" bezeichnet. Sein Todestag war der 13. Jänner 533. Die dem hl. Remigius geweihte Pfarrkirche von Eyrs im Vinschgau erinnert an die frühmittelalterliche Zeit, in welcher das Frankenreich auch in unserem Land Besitzungen hatte, die häufig unter den Schutz fränkischer Kirchenpatrone gestellt wurden.

Emanuel war ab 1290 Bischof von Cremona, wurde aber 1295 vertrieben und begab sich nach Adwerth in Friesland, wo er 1298 starb. An seinem Grab sollen sich einige Wunder ereignet haben.

Bavo, auch Allowin genannt, war zunächst ein Soldat, der er ein lasterhaftes Leben führte. Erst der Tod seiner Frau und die Tugend seiner Tochter brachten ihn zur Besinnung. Er vertraute sich Bischof Amandus an, verkaufte sein Hab und Gut, und schenkte den Erlös den Armen. Fortan lebte er als Einsiedler in einem hohlen Baum in der Nähe von Maastricht und tat mit einem Stein als Kopfkissen Buße. Bavo trat später ins Kloster Blandinenberg in Gent ein. Dort starb er im Jahr 654. Bavo ist der Patron der Falkner und gegen Keuchhusten.

Werner war Prämonstratenser in Wilten bei Innsbruck und wurde 1300 zum Abt gewählt. Er wirkte durch seinen starken apostolischen und karitativen Einsatz beispielgebend für seine Mitbrüder. Schon zu Lebzeiten wurde er als heiligmäßiger Mann verehrt. Werner starb am 1. Oktober 1332.