Die Vernunft, die Religion und die Liebe: Diese drei Prinzipien bilden bis heute die tragenden Säulen der salesianischen Pädagogik im Sinne Don Boscos. Er ist einer der bekanntesten und beliebtesten Heiligen des heutigen Tages. Außerdem gedenkt die Kirche heute den heiligen Marcella und Eusebius.
Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in Becchi im Piemont geboren. Als Neunjähriger soll er einen Traum gehabt zu haben, aufgrund dessen er Priester werden wollte. Die Mutter konnte jedoch kein Geld für eine entsprechende Ausbildung aufbringen. So absolvierte er eine Lehre als Schneider, arbeitete als Stattbursche und lies sich schließlich die Erbschaft auszahlen, um den Besuch des Gymnasiums des Priesterseminars zu finanzieren. 1841 wurde Johannes Bosco er Priester und begann in Turin mit seinem Werk, der Erziehung von verwahrlosten Knaben und jungen Männern. 1861 gründete er die Salesianer Don Boscos, eine Genossenschaft, die vor allem für seine Zöglinge gedacht war. Sein Werk brachte viele Priester hervor und breitete sich noch zu seinen Lebzeiten in ganz Europa und Lateinamerika aus. In seinem arbeitsreichen Leben empfing Don Bosco häufig übernatürliche Gnadenerweise. Don Bosco starb am 31. Jänner 1888 in Turin, wo er in der Salesianerkirche bestattet wurde. Er ist der Patron der Jugend und der Jugendseelsorger, sowie der katholischen Verleger. Ihm ist die Don Bosco Kirche in Bozen und das Stadtviertel Don Bosco geweiht. Die Salesianer Don Boscos führen in Bozen auch das Rainerum. In Brixen ist das Oratorium Don Bosco Mittelpunkt der italienischen Seelsorge.
Marcella entstammte einer römischen Familie. Nach nur sieben Monaten Ehe starb ihr Gatte und Marzella widmete ihr Leben fortan dem Herrn. Bei der Plünderung Roms 410 durch die Goten wurde sie von Soldaten brutal niedergeschlagen, konnte sich aber noch in die Paulus-Basilika retten, wo sie kurz darauf starb. Heute noch erhalten ist der Briefwechsel Marcellas mit dem hl. Hieronymus, der nach ihrem Tod eine Lobrede auf sie schrieb.
Eusebius stammte aus Irland und kam zu Beginn des 9. Jhd. Nach St. Gallen. Da er nach mehr Einsamkeit verlangte, zog er sich auf den Viktorsberg bei Rankweil zurück. Dort pflegte und heilte er Kranke und verkündete das Evangelium. Nach etwa 30 Jahren als Einsiedler starb er am 31. Jänner 884. Eine Legende erzählt, wie Eusebius bei einer Wanderung durch die Dörfer einen am Sonntag arbeitenden Bauern rügte und der ihm daraufhin mit seiner Sense den Kopf abschlug. Eusebius nahm den Kopf unter den Arm und ging zurück in seine Einsiedelei. Da erkannte der Übeltäter Gottes Dasein. Aus diesem Grund wird der Heilige Eusebius auch mit einem Kopf unter den Arm dargestellt.